Stadtgeschichte - Kittelsthal

Eine erste urkundliche Erwähnung zum Ort Kittelsthal datiert aus dem Jahr 1292.
Etwaiger Ausgangspunkt der Ortsbildung könnte der Bergbau (Kupferschiefer)in den Wäldern um Ruhla - Thal - Kittelsthal gewesen sein. Anspännerei, Köhlerei, Forstwirtschaft und Landwirtschaft prägten später das Bild Kittelsthals. Schon früher als Geheimtipp von Urlaubern geschätzt, bietet Kittelsthal heute durch seine landschaftlich reizvolle Umgebung Erholung pur. Am Ortsende befindet sich der in geologischen Fachkreisen bekannte " Gipsbruch Kittelsthal ", der mehrmals durch den Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe aufgesucht wurde.Nach einem Besuch Goethes 1784 in dem damals bereits bekannten Kittelsthaler Gipsbruch verfügte dieser die Verwendung des sogenannten "Kittelsthaler Marmor`s" u.a. für Ausbesserungsarbeiten am Weimarer Stadtschloss.

Besuchermagnet ist die Kittelsthaler Tropfsteinhöhle. Beim Schwerspatabbau wurde sie 1888 entdeckt und bereits 1896 als Schauhöhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie trug dabei nicht unwesentlich zum Aufschwung des Nachbarortes Thal als Kurort für Sommerfrischler und Urlaubsgäste bei. Nach Sicherungsarbeiten wurde die Tropfsteinhöhle zur 700- Jahrfeier 1992 für Führungen neu geöffnet. 228 Stufen führen in die Tiefe und zeigen imposante jahrtausendealte Tropfsteingebilde.

Sehenswert ist auch die Kittelsthaler Friedenskirche - erbaut 1765/1766 auf langjährigen Wunsch der Einwohner. Ihren Namen erhielt die Kirche durch Beendigung des 7- jährigen Krieges und der damit verbundenen Sehnsucht nach Frieden.

Seit 1994 ist Kittelsthal Ortsteil von Ruhla.
Kittelsthal konnte seinen dörflichen Charakter erhalten, hat aber durch die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Thüringen viel gewonnen. So entstand aus einem ehemaligen Bauernhof ein modern gestaltetes Dorfgemeinschaftshaus und Dorfzentrum mit Festplatz zur Nutzung aller Bürger. Hier ist auch der Standort der alljährlich im September stattfindenden Kirmes.

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