Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 30.08.2005 13:27

"Ruhla wettert" - einer Stadt im Spiegel der Details"

Ein altes indianisches Sprichwort sagt:
"Man muß erst 100 m in den Mokassins des anderen gegangen sein, um ihn zu verstehen." So ist es mit vielen Dingen im Leben. Und man muß auch erst offen sein für eine Sache oder ein Vorhaben, um richtig mitmachen zu können.
Das gilt auch für die Entwicklung Ruhlas. Die meisten unserer Bürgerinnen und Bürger in den drei Ortsteilen setzen sich offen und engagiert auf vielen Ebenen für unsere Gemeinde ein und stehen für ihren Wohnort oder ihre Heimat. So scheinen z.B. in diesem Jahr die Feiern und die sportlichen Höhepunkte kein Ende zu nehmen. Auch die Verschönerung der Ortslagen geht voran.
Trotzdem gibt es immer wieder auch Probleme, die hier einmal genannt werden sollten. Besonders liegt mir heute der Erbstrom am Herzen. Mittlerweile ist er an verschiedenen Stellen wieder sichtbar. Im wunderschön gestalteten Karolinenpark wurde er im Rahmen der Stadtgestaltung offengelegt. Dort kann man sogar Entenfamilien sehen und von den Brücken aus die Forellen im Bachbett beobachten. Doch leider zeigt sich oft, wie auch an anderen Stellen am Erbstrom, ein erschreckendes Bild. Zwischen Eimern und Übertöpfen, zwischen toten Meerschweinchen und Nudelbergen oder dem gesamten Inhalt einer aufgetauter Kühltruhe findet sich beinahe alles in dem Gewässer, sogar ein Sofa wurde schon einmal herausgefischt. Die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft müssen dann den Müll entsorgen. Die Wasserqualität selbst ist nicht zu bemängeln, eher der Unverstand mancher Mitbürger, die den Bach als Mülldeponie verstehen. Ich möchte Sie daher bitten, auf die Sauberkeit des Erbstromes zu achten und Ihren Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen. Wir wollen nicht beginnen, diese Vorkommnisse zu bestrafen, denn es sollte im Verständnis des Einzelnen liegen, sich um Sauberkeit zu bemühen. Wer so rücksichtslos mit seiner Umgebung, ja seiner Heimat umgeht, sollte sich eigentlich schämen.

In der Kernstadt Ruhla wird bald eine weitere Baumaßnahme abgeschlossen und damit ihrer Bestimmung übergeben:
Der Park und der Spielplatz auf dem ehemaligen Gelände der Harmonie und des Kaiserhofes.
Noch ist der Platz aber für ca. drei Wochen abgesperrt. Der Rasen soll erst anwachsen, bevor sich die Kinder auf dem Spielplatz und auf dem gesamten Gelände austoben können und hoffentlich viele kommen, um sich dort zu erholen. Haben Sie also bitte Verständnis für die Ruhepause, die wir dem Platz geben wollen.

Wie Sie sicher gesehen haben, wird wieder an der Trinitatiskirche gearbeitet. Die innere Treppe ist bereits hergestellt. Die Uhr kann nun repariert werden. Wir hoffen, dass durch die Reparaturfirma bis zum Köhlergassenfest alle nötigen Teile gefertigt sind und uns die Uhr wieder die Zeit anzeigen kann.

Die Baumaßnahmen an der Landesstraße (Markt bis Friedensplatz) gehen planmäßig weiter. Es gibt keine Schwierigkeiten bzw. keinen Bauverzug. Dahingegen können die Arbeiten in der Breitenbergstraße nicht wie geplant Ende August abgeschlossen werden. Wir bitten um Verständnis.

Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass aufgrund der Marktschreier und des Feuerwehrfestes am kommenden Wochenende (2. - 4. September 2005) der Parkplatz am Markt gesperrt werden muß. Wir bitten, andere Parkmöglichkeiten zu nutzen.

Im Rahmen der Spendenaktion für unsere Wetterstation werden die Lampions, welche die Bühne von Naturparkfest geschmückt haben, abgegeben. Es sind ausschließlich Unikate mit Bildern von Ruhla oder von Pflanzenteilen, beschriftet mit dem Schriftzug "650 Jahre Ruhla". Sie sind wetterbeständig und können im Freien eine gemütliche Atmosphäre verbreiten.
Die kleinen Lampions (20x20x20cm) werden gegen eine Spende ab 50 Euro abgegeben, die großen (15x15x60cm) gegen eine Spende ab 75 Euro.
Nutzen Sie diese Chance! Und helfen Sie uns damit, unserem Vorhaben wieder ein Stück näher zu kommen. (Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Stadtverwaltung Ruhla, Tel. 828-10 oder 828-28)

Nun wünsche ich Ihnen eine gute und sonnige Spätsommerwoche.

Ihr Bürgermeister Gerald Pietsch