Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 07.02.2006 17:42

Ruhla wettert - eine Stadt im Spiegel der Details

Ruhla wettert - eine Stadt im Spiegel der Details

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in Ruhla ist es mittlerweile eine schöne Tradition geworden, jedem neuen Jahr ein Motto zu geben. Nach dem Ludwig-Storch-Jahr und den Veranstaltungen zum Jahresthema "650 Jahre Ruhla" wenden wir uns nun der Zukunft zu.

"Jugend gestaltet Zukunft!" -
das ist Motto und Aufruf für 2006 zugleich. Wir wollen damit unser Augenmerk besonders auf die Jugend lenken.
Die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Es ist deshalb notwendig, der Jugend Wege zu zeigen und zu öffnen und sie optimal zu unterstützen.
Es ist aber genauso wichtig, den Kindern und Jugendlichen Chancen zum eigenen kreativen und schöpferischen Handeln zu geben, damit sie ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Freude am Leben entwickeln können.
Für uns Erwachsene gilt es aber auch, sich Zeit zu nehmen, um die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder zu erkennen. Damit helfen wir ihnen, ein Netz des Vertrauens aufzubauen, Konflikte ohne Angst zu bewältigen und Persönlichkeiten zu werden, die mit dem Leben zurechtkommen.
Die Jugend ist unsere Zukunft. Das verpflichtet uns zu handeln. So wollen wir in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen mit und für die Jugendlichen durchführen. Begonnen hat das Jahr mit dem Jubiläum "50 Jahre Abitur in Ruhla und 15 Jahre Albert-Schweitzer-Gymnasium". In der Festveranstaltung zeigten viele Schülerinnen und Schüler ihr großes künstlerisches Talent. Aber auch während des Neujahrsempfanges konnten wir kleine und große Sänger, Tänzer und Musiker auf der Bühne bewundern. Herzlichen Dank noch einmal an den Kindergarten "Krümmespatzen", die Breitenbergschule Ruhla, die Regelschule Seebach, das Albert-Schweitzer-Gymnasium und den Jugendclub Freetime. Viele Augen wurde feucht vor Rührung, viele Herzen gingen auf und ich denke, alle waren sich einig: Ruhlas Jugend hat große Potentiale, Ruhlas Jugend kann sich sehen lassen! Nochmals herzlichen Dank an die Kinder und Jugendlichen, aber auch an die Erzieher und Lehrer.
Ein Höhepunkt wird in diesem Jahr der Jugend die Einweihung der Figurengruppe in der Wasserrinne während des Naturparkfestes sein. Sie stellt Jugendliche dar. Die Jury, die die Angebote auswählte, hat sich nach intensiver Diskussion dabei bewusst von der Darstellung der Geschichte der Stadt getrennt. Zukunftsweisendes sollte entstehen. Und was ist dabei wohl passender, als die Jugend darzustellen?
Lassen wir uns überraschen von der Interpretation der Jugendlichen durch die Künstlerin Gisela Eichardt.

Die Zukunft liegt in unserer Hand. Entsprechend des Stadtentwicklungskonzeptes haben wir unsere Stadt bereits verändert. Von einer verräucherten Industriestadt Ruhla ist nichts mehr zu erkennen. Und Thal und Kittelsthal sind liebenswerte Wohn- und Tourismusorte geworden.
Dabei wurde nicht - wie versehentlich im Bericht der RZ über den Neujahrsempfang erwähnt - die Großindustrie gezielt abgeschafft. Wir haben uns den allbekannten Folgen der Wendezeit gestellt und versucht, Wunden zu heilen und neue Perspektiven für das mittelständische Gewerbe und den Tourismus zu schaffen. Wir haben dabei alle Möglichkeiten für die Erneuerung der städtischen Infrastruktur genutzt. Und wir haben investiert - in den Straßenbau, in die Gestaltung der städtischen Grünanlagen, in den Neuen Markt, in die Naturpark- und Touristinformation, aber auch in die Sportanlagen.
Zu Ruhla gehört der Sport seit vielen, vielen Jahrzehnten. Und er verliert nichts an Aktualität. Ruhlas Name wird über den Sport weit in die Welt hinaus getragen.

Die deutsche Damenmannschaft in Kranj mit JulianeGerade am vergangenen Wochenende machte eine Ruhlaerin im internationalen Sportgeschehen wieder einmal auf sich aufmerksam: Juliane Seyfarth.
Überragend und mit großem Punkteabstand wurde sie mit zwei Sprüngen von 109m und 109,5m Juniorenweltmeisterin im Damenskispringen. Sie setzte sich im slowenischen Kranj gegen 20 weitere Weltklassespringerinnen aus Slowenien, Tschechien, Österreich, Italien, Deutschland, aus der Schweiz sowie aus den USA und Kanada durch. Juliane, die in der Weltrangliste aller 54 Springerinnen zur Zeit auf dem 10. Platz rangiert, wurde damit am Sonntag Mittag die erste Weltmeisterin, die die Skisprungdamen jemals stellten. Die Juniorenweltmeisterschaft der Damen wurde nämlich in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt ausgetragen, nachdem erst seit 1998 eigene Damenspringen ausgetragen werden.

Wir freuen uns mit Juliane, die ihre sportliche Karriere hier in Ruhla begann und sich damals mit ihrem Trainer Klaus Baacke die Grundlagen des Skispringens erwarb. Durch die erste Förderung des WSC 07 und ihre weitere Ausbildung am Sportgymnasium Oberhof gelangte sie nun in die Weltspitze.

Herzlichen Glückwunsch, Juliane. Wie sind stolz auf Dich und wünschen Dir für die weiteren Wettkämpfe viel Mut, Kraft und Erfolg. Die Ruhlaer werden Dir die Daumen drücken und Deinen Weg mit ihren guten Gedanken begleiten!

"Jugend gestaltet Zukunft!" - auch hier im Sport werden Zeichen gesetzt. Wir können an unsere Jugendlichen glauben. Geben wir ihnen die Chancen zum Handeln!

Aus dem Baugeschehen
Aufgrund des anhaltenden Frostes ruhen noch immer die Baustellen. Arbeiten im Tief- und Straßenbau sind zur Zeit nicht möglich.

Monitoring im Stadtumbau

In den nächsten Tagen werden die Gewerbetreibenden des Ortes ein Schreiben der Stadtverwaltung mit der Bitte um Unterstützung und Zuarbeit von Daten für die Erstellung einer aktuellen Studie zum Monitoring erhalten.

Monitoring ist ein Förderprogramm des Bundes, welches uns ermöglicht, leerstehende Gebäude abzureißen, wohnumfeldverbessernde Investitionen (wie z.B. die Gestaltung des Harmoniespielplatzes und den Straßenbau) zu finanzieren. Kommunen und Städte, welche in den Genuss dieser Fördergelder kommen, erhalten eine bis zu 66%ige finanzielle Förderung der Maßnahmen.
Notwendig ist es hierzu, die mit den Investitionen verbundenen Veränderungen zu dokumentieren. Dazu ist es erforderlich eine immense Datenmenge zu erfassen, die zum großen Teil nur durch Befragungen und Begutachtungen der tatsächlichen Gegebenheiten zusammengestellt werden können.

Aus diesem Grunde bedarf es der Hilfe der Gewerbetreibenden. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag, uns bei der Erfassung und Fortschreibung der zu erhebenden Daten zu unterstützen. Wir bitten Sie herzlich, uns mit der Ausfüllung des Ihnen zukommenden Frageblattes zu helfen, damit wir weiterhin zum Wohle unserer Stadt Ruhla in den Genuss kommen, Fördermittel zu erhalten.

Ich wünsche Ihnen einen guten Verlauf der Woche.
Ihr Bürgermeister Gerald Pietsch