Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Do 25.10.2007 11:28

Ruhla im Takt der Zeit


Vorbeugende Schließung der Turnhalle "Am Turnerberg"

Das Unglück in Bad Reichenhall ist uns allen wohl noch im Gedächtnis. Im vorletzten Jahr stürzte dort das Dach der Eissporthalle ein. Dieses Unglück sorgte für Trauer, Entsetzen und die Erkenntnis, dass man mit den statischen Gegebenheiten öffentlicher Gebäude nicht leichtfertig umgehen kann.
Der Wartburgkreis reagierte sofort und ließ alle kreiseigenen Schul- und Sporteinrichtungen begutachten. Schon damals wurde eine Nutzung der alten Turnhalle in Ruhla bei einer Schneelast von 25 cm und mehr verboten.
Ein neuerliches Gutachten nach den aktuellen Normen sollte nun die Möglichkeiten der Sanierung aufzeigen. Leider zeigte die umfassende Untersuchung, dass eine grundlegende Sanierung des gesamten alten Gebäudes unter den nach dem Einsturz in Bad Reichenhall allgemein geltenden Richtlinien nicht möglich ist. Aus sicherheitstechnischen Gründen ordnete deshalb der Eigentümer der Halle, das Schulverwaltungsamt des Landkreises, die sofortige Schließung des Gebäudes bis auf weiteres an.

Wie in vielen solcher Fälle liegen auch hier Weinen und Lachen ganz nahe beieinander. Einerseits wird die notwendige Schließung der Halle viele Veränderungen für den Schul- und Vereinssport mit sich bringen. Aber ich denke, wir werden Lösungen finden, um allen Nutzern eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung in Ruhla zu erhalten. So wird z.B. der Schulsport der Grundschule zunächst in der Sporthalle im Bermbachtal eingeplant.
Andererseits geht eindeutig die Sicherheit geht vor. Was wäre wenn........ - keiner möchte daran denken!

Über die zukünftige Nutzung bzw. Erhaltung der alten Turnhalle am Turnerberg kann noch nichts gesagt werden. Die Schulverwaltung des Wartburgkreises als Eigentümerin wird die Möglichkeiten der Sanierung genau prüfen, diskutieren und der Stadt Ruhla das Ergebnis mitteilen. Ich bin mir aber sicher, dass sich die Stadt intensiv mit diesen Raumproblemen im sportlichen Bereich befassen und dringend über eine Aufwertung der Sporthalle im Bermbachtal nachdenken muß.


Stadtausstellung wird in naher Zukunft Realität

Vieles wurde in Ruhla schon verändert. Gerade jetzt im goldenen Herbst können wir voller Freude auf unsere saubere und attraktive Stadt schauen. Die Verkehrsinfrastruktur ist fast fertiggestellt. Nun aber fehlen noch i-Tüfpelchen im Stadtgebiet, die Ruhla einige besondere Reize verschaffen. Deshalb wurde seit Jahren der Aufwertung des Stadtraumes und der Nachnutzung von Baulücken besondere Aufmerksamkeit geschenkt und ein übergeordnetes Konzept zur "Stadtausstellung" Ruhla entwickelt. Ziel dieser Stadtausstellung ist es, sowohl den Stadtraum aufzuwerten, als auch in Verbindung mit mini-a-thür die Gäste mit der Stadt und deren Geschichte vertraut zu machen. Unter dem Thema "Kleines ganz groß und Großes ganz klein" sollen deshalb in Vitrinen die Modelle ehemaliger Ruhlaer Industriebetriebe und Stadtansichten gezeigt werden. Überdimensionale Blütenschirme werden dem oben genannten Thema gerecht und setzen außergewöhnliche Akzente im Stadtgebiet. Ziel der Ausstellung ist es weiterhin, die Altstadt zu beleben, den Gewerbetreibenden dadurch eine breitere Kundenbasis zu ermöglichen und die touristische Attraktivität zu erhöhen. Es ist geplant, in naher Zukunft die ersten Vitrinen und Blüten auf dem Parkplatz "Monokel" und an der Grundschule aufzustellen. Freuen wir uns auf die Stadtausstellung, die Außergewöhnlichkeit, Farbenfreude, Fröhlichkeit und Heimatverbundenheit in einmaliger Form und Darstellung dokumentiert.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Bürgermeister Mario Henning