Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Do 10.01.2008 14:34

Ruhla im Takt der Zeit

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nun ist das Jahr 2008 schon wieder eine Woche alt. Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit und Zufriedenheit.

Uns und unserer Stadt wünsche ich wieder viele Erfolge in der Stadtentwicklung, eine Reihe an Bauvorhaben, die zum Abschluss kommen und schöne Stunden in der Gemeinschaft, z.B. bei Stadtfesten oder Vereinsfeiern.

Viele Aufgaben und wichtige Weichenstellungen warten bereits in den ersten Tagen des Jahres auf uns. Besonders wichtig: Möglichkeiten finden und dann umsetzen, die der Optimierung des Schul- und Vereinssportes im Zusammenhang mit der Turn-halle der Grundschule am Turnerberg dienen. Durch das Landratsamt Wartburgkreis wurde mitgeteilt, dass das Gutachten über die Sanierungsmöglichkeiten der alten Halle vorliegt:

•Entsprechend der Aussagen des Gutachters müssten für eine Erhaltung des Gebäudes ca. 950.000 € aufgebracht werden. Damit würde aber trotzdem nicht die Größe einer Einfeldhalle erreicht und die Sanitäreinrichtungen wären auch weiterhin nicht optimal. Ebenso fehlen Parkmöglichkeiten und eine Zufahrt für Feuerwehr und andere Rettungsfahrzeuge. Für Menschen mit Behinderungen wäre die Halle auch weiterhin nicht zu erreichen.

Um die beste Entscheidung für die Ruhlaer Schulen und Vereine treffen zu können, müssen neben dieser Sanierungsmöglichkeit alle möglichen weiteren Varianten ebenso intensiv betrachtet werden:

•Als eine Alternativlösung wurde eine potentielle Neubaufläche für eine gut erreichbare Sporthalle im Innenstadtbereich gesucht. Für den Neubau dieser Halle würde eine Fläche von ca. 2.000 qm benötigt. Doch hier engt uns die Lage unserer Stadt im engen Gebirgstal und die dichte Bebauung ein. Es wurde keine Baufläche gefunden, die den o.g. Anforderungen entspricht.

•Eine weitere Variante wäre die Umnutzung vorhandener Gebäude in der Innenstadt. Hier wurde speziell die Sanierung des "Traubensaales" geprüft. Bei näherer Betrachtung spricht vieles gegen einen Umbau als Turnhalle. Der Saal, der quasi im Hinterhof liegt, entspricht weder in Größe, noch mit Zufahrtswegen oder Parkmöglichkeiten den Anforderungen. Abgesehen von den logistischen Schwierigkeiten eines Umbaus wäre auch die vorhandene Bausubstanz kaum zu nutzen, es würden Probleme mit Heizungs- und Sanitärbereichen auftreten. Nicht zu vergessen ist die Lärmbelästigung, die zwangsläufig im allseitig angrenzenden Wohnstandort auftreten würde.

•Der Um- und Ausbau der Turnhalle im Bermbachtal ist weiterhin in Erwägung zu ziehen. Für diese Halle würde das vor allem die Neuorganisation des Sozialtraktes bedeuten, was sich besonders im Umbau der Sanitärbereiche widerspiegeln würde. Damit könnten wesentlich bessere Bedingungen für die Nutzer der Halle geschaffen werden. Handlungsbedarf besteht vor allem auch im Bereich der Treppenhäuser bzw. Rettungswege. Weiterhin müsste die notwendige Vergrößerung des Spielfeldes auf Standardwettkampfgröße erfolgen, so dass der Schul-, Trainings- und Wettkampfbetrieb wesentlich verbessert und erweitert werden könnte. Der mögliche Einbau von kleinen Zuschauertribünen wäre ein weiterer positiver Nebeneffekt der Umbau-arbeiten.

Nach Betrachtung aller vier Möglichkeiten bleibt wahrscheinlich die effektivste und nachhaltigste Variante der Um- und Ausbau der Turnhalle im Bermbachtal. Diese Maßnahme würde sicher für die Grundschule und das Gymnasium sowie für die ansässigen Vereine eine erhebliche Verbesserung der Schulsport- und Trainingsbedingungen mit sich bringen.

Sollte diese Variante möglich werden, dann bestünde sicher nach Abriss der alten Halle am Turnerberg die Möglichkeit, die entstehende Fläche für die Grundschule optimal zu nutzen. So könnten z.B. ein Außensportgelände auf dem Turnerplatz entstehen, der Schulgarten könnte auf der Abrissfläche in unmittelbarer Nähe der Breitenbergschule angelegt und der Spielbereich erweitert werden.

Gemeinsam wird in den nächsten Wochen die bestmögliche Variante für den Schul- und Vereinssport gefunden werden. Diese sollte dann schnellstmöglichst umgesetzt werden, um dem jetzigen Schul- und Vereinssport ein hohes Niveau zu bieten und ihn nachhaltig zu verbessern.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr Bürgermeister Mario Henning