Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Mi 16.01.2008 22:14

Ruhla im Takt der Zeit

Lust an Zerstörung ohne Begründung?

Mit dem Thema Vandalismus werden Kommunen und Grundstückseigentümer immer häufiger konfrontiert. Liest man mit offenen Augen die Zeitungen, so findet man ständig Berichte über Sachbeschädigungen, über Zerstörungen oder Graffitisprayer.

Leider bleibt unsere Stadt auch nicht verschont von verschiedenen Arten der Zerstörungswut. Während in den letzten Jahren jedoch mehr die Beschädigung von touristischen Einrichtungen wie Wanderwegeschildern, Beleuchtungsanlagen oder auch von Buswartehäuschen auf der Tagesordnung standen, haben sich nun auch die Graffitisprayer bei uns "eingeschlichen".

Der jüngste Vorfall in Thal an der stadteigenen Turnhalle beweist diese Tatsache. Wir müssen leider davon ausgehen, dass hier ein Sachschaden in Höhe von 500 € entstanden ist.

Ein weiteres Delikt wurde zwischen Weihnachten und Neujahr 2007/ 08 auf dem Spielplatz in der Ruhlaer Karolinenstraße festgestellt. Der liebevoll gestaltete Zaun wurde beschädigt, sieben farbige Holzblumen wurden abgerissen.

Ein besonderes Objekt im Stadtzentrum Ruhlas, welches immer wieder gezielt beschädigt wurde, ist das Wasserrad. Dieses wurde in Privatinitiative hergestellt und bereits mit viel Aufwand gepflegt. Das Wasserrad soll an die Geschichte der Stadt Ruhla erinnern und die Wurzeln unserer Stadt auch den Gästen nahe bringen. In diesem Jahr muss das Rad erneut aus dem Erbstrom gehoben und repariert werden.
Ursache auch hier - blinde Zerstörungswut. Für diese Wiederherstellungsmaßnahmen wird mit einem Aufwand von ca. 4.000 € gerechnet.

Immer wieder ist man fassungslos, wenn man erkennt, wie gesellschaftliches oder privates Eigentum mutwillig zerstört wird. Bei den geschilderten Beispielen handelt es sich um Objekte, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Leider häufen sich in jüngster Vergangenheit diese oder ähnliche Vorkommnisse. Hier darf unsere Gesellschaft nicht länger die Augen verschließen. Die Stadt Ruhla wird deshalb in Zukunft noch stärker als bisher diese Sachbeschädigungen ahnden und zur Anzeige bringen.

Mario Henning
Bürgermeister