Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Fr 06.06.2008 09:19

Ruhla im Takt der Zeit

Ruhlas Chancen in der Zukunft

Ruhla wirkt bei den sommerlichen Temperaturen freundlich und anziehend. Wenig ist noch übriggeblieben von der alten und verräucherten Stadt mit Schornsteinen und Fabriken.
Schön, sagen manche Leute und genießen einfach die anheimelnde Natur, das Grün der Wälder und das Ferienerlebnis. Traurig, sagen viele Einwohner, die ihrer Jugend und der Arbeitsplätze beraubt auf ein trauriges Kapitel Stadtgeschichte zurückschauen. Schließlich war Ruhla eine florierende Bergstadt, bekannt, weit über die Grenzen hinaus.
Ruhla ist im Umbruch. Durch diese Strukturänderung sowie durch die demografische Entwicklung eröffnen sich aber auch Chancen für unsere kleine Stadt mitten im Grünen Herzen Deutschlands. Wer nicht an die Zukunft glaubt, kann sie auch nicht erringen. Wir schauen aus diesem Grunde seit Jahren vorwärts, was die vielfältigen positiven Veränderungen im Stadtgebiet beweisen.

Ruhla als Wohnstadt

Für ein hohes Lebensniveau in der "Wohnstadt" Ruhla werden derzeit neue Maßnahmen vorbereitet. So wird z.B. im nächsten Jahr die Durchgangsstraße "Am Dornsenberg" weitergebaut.
Der Kindergarten Krümmespatzen ist im Ausbau begriffen, um unseren Kleinen optimale Bedingungen für eine kindgerechte Entwicklung zu geben.
Die Sanierung der Turnhalle im Bermbachtal wird derzeit geplant und vorbereitet. Dieser Umbau ist für die Stadt eine große Herausforderung und stellt einen finanziellen Kraftakt dar. Bezug nehmend auf diese große Maßnahme heißt es klare Prioritäten im Baugeschehen der Gesamtstadt zu setzen und alle Fördermöglichkeiten zu nutzen. Wir gehen optimistisch an die Umsetzung dieses Planes heran - in dem Wissen, dass nach Realisierung dieser großen Baumaßnahme den Schulen und Vereinen der Stadt optimale Bedingungen für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen werden.
Ein weiterer großer Meilenstein in der Geschichte Ruhlas ist die Erhaltung unserer städtischen Trinitatiskirche. Mit großem Aufwand wurde sie in den letzten 10 Jahren saniert und steht nun vor dem Innenausbau als ein Mittelpunkt für Kultur und städtisches Leben - und vielleicht sogar als Aula für schulische Zwecke.

Tourismusentwicklung

Viel und lange wurde in Ruhla bereits über Tourismus geredet, Visionen und Strategien wurden erarbeitet. Allmählich setzen sich die touristischen "Puzzlesteine" zu einem bunten Bild der Angebote zusammen. Zahlreiche Privatinitiativen haben zu dieser Bereicherung des Angebotsspektrums beigetragen. Als ein Beispiel sei hier nur die Greifenwarte "Falknerei Am Rennsteig" genannt.
In diesem Jahr wird ein weiteres Highlight dazukommen - die Sommerrodelbahn. Die Stadt bereitete der privaten Betreiber-GmbH durch Erstellung des Bebauungsplanes des Weg. Sie schaffte damit die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines neuen touristischen Anziehungspunktes, der dazu betragen soll, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu erhöhen und damit der regionalen Wirtschaft Aufwind zu geben. Das Projekt ist ein Beispiel für eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen privaten Engagement und städtischem Handeln mit dem Ziel der Tourismusentwicklung.
Dass wir auf dem richtigen Weg sind, beweisen die Übernachtungen in Ruhla. In Spitzenzeiten ist die Bettenkapazität erschöpft. Immer öfter ist Ruhla "ausgebucht".

Mittelständisches Gewerbe

Die Ausrichtung auf mittelständisches Gewerbe wurde seit Jahren mit konkreten Zielen und Planungen untersetzt. Heute kann sich Ruhla sehen lassen.
Die Gesamtstadt hat sich in ihrem Erscheinungsbild positiv verändert. Als funktionierende Verkehrsinfrastruktur bilden die fast durchgehend erneuerten Hauptstraßen die Lebensader der Stadt wurden.
Viele Industriebrachen sind oder werden beseitigt. Jüngstes Beispiel ist der Abriß der beiden Gebäudeteile der ehemaligen Uhrenwerke Ruhla, die seit 17 Jahren keiner Nachnutzung zugeführt werden konnten. Hier engagiert sich die Stadt, um die Fläche als zukünftigen Gewerbestandort attraktiv zu machen. Erfreulich ist es, dass bereits die Planungen für eine Firmenerweiterung und einen Neubau durch einen ansässigen Ruhlaer Gewerbetreibenden vorliegen. Es wurde durch die Stadt ein Bebauungsplan "Bahnhofsvorstadt" erstellt, der in Absprache mit den Nachnutzern speziell auf deren Erfordernisse abgestimmt wurde und in nur sechs Monaten genehmigt war.
Der Bebauungsplan schaffte die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neuordnung und Wiedernutzbarmachung dieses Geländes.
Durch diese Aktivitäten Ruhlaer Bürger können mit Unterstützung der Stadt neue Wege in Richtung Gewerbeentwicklung begangen werden. Die Stadt wird nach Kräften diese Bestrebungen unterstützen.
Unsere Gemeinde hat gute Zukunftschancen als Wohnstadt, Tourismusort und auch als Wirtschaftsstandort, wenn wir den begonnenen Weg gemeinsam weitergehen und dadurch die Wirtschaftskraft unserer Region stärken.

Eine gute Woche wünscht Ihnen
Bürgermeister Mario Henning