Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Mi 11.11.2009

Ruhla im Takt der Zeit

November 2009: vor 20 Jahren fiel die Mauer

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Montag, dem 09. November 2009, jährte sich ein ganz besonderes Jubiläum. Vor 20 Jahren fiel in Berlin die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten. Das bedeutet gleichzeitig 20 Jahre friedliche Revolution.

Wohl jeder denkt bewegt an die Zeit vor 20 Jahren zurück. Es waren historische Tage, die die Welt veränderten. Am 9. November 1989 war schließlich die Grenze offen. 20 Jahre später fiel nun an diesem Tag beim zentralen Fest am Brandenburger Tor noch einmal symbolisch die Mauer aus Dominosteinen.

Fast drei Jahrzehnte lang war die Berliner Mauer Symbol für den Kalten Krieg und die Teilung Deutschlands und Europas. Dann wurde durch den Mauerfall mit Mut und Beharrlichkeit ein Dominoeffekt in der Politik ausgelöst.

Überall in Europa setzte vor mehr als 20 Jahren der gemeinsame Wille zur Freiheit unglaubliche Kräfte frei: in der Gewerkschaft Solidarnoœæ in Polen, bei den Reformern um Vaclav Havel in der Tschechoslowakei, bei der ersten Öffnung des Eisernen Vorhangs in Ungarn und bei den Demonstrationen jeden Montag in der DDR. Da, wo früher eine dunkle Wand war, öffnete sich plötzlich eine Tür. Wir alle gingen hindurch: auf die Straßen, in die Kirchen, über die Grenzen. Jeder bekam die Chance, etwas Neues aufzubauen, mitzugestalten und den Aufbruch zu wagen.

Jeden von uns hat dieses historische Ereignis bewegt. Jeder von uns hat seine eigenen Erlebnisse, die an diese Zeit erinnern.
20 Jahre - eine kurze Zeit, wenn man zurückdenkt und fühlt, es war doch gerade erst gestern……
Doch auch eine lange Zeit, wenn man sich anschaut, was sich hier in unserem Land alles getan hat. Schauen wir uns nur Ruhla an.
Aus dem grauen Industrieort ist eine freundliche Bergstadt geworden - ohne beißende Rauchschwaden, ohne die grauen zerfallenden Häuser, eine Stadt mit zentralem Marktplatz, guter Infrastruktur, einwohner- und besucherfreundlich.

Es war keine Selbstverständlichkeit, dass Deutschland die Wiedervereinigung in Frieden und mit Zustimmung aller Verbündeten erreicht hat.
Seine wir dankbar dafür, dass wir eine friedliche, ja optimistische Revolution erleben durften. Seien wir dankbar dafür, jetzt in einem Staat mit freiheitlich demokratischer Grundordnung leben zu dürfen.





Alt Ruhla wurde 110 Jahre alt

In diesem Jahr feiert die Folklore Vereinigung "Alt Ruhla" e.V. ihren 110. Geburtstag.
Als Gründungstag der Vereinigung wird in den Chroniken der 05. November 1889 angegeben. An diesem Tag wurde erstmals das Mundartstück "Die zwea Damenschnieder" von Arno Schlothauer im Saal des Gasthauses "Zur Traube" aufgeführt.

Nun - 110 Jahre später - erfreut sich die Foklore-Vereinigung Alt Ruhla e.V. noch immer großer Beliebtheit. Besonders das Mundarttheater ist ein Markenzeichen des Vereins geworden. Mit viel Engagement und Freude werden jährlich historische Bühnenstücke aufgeführt. Die stets ausverkauften Veranstaltungen zeugen von dem großen Interesse der Bevölkerung an der einzigartigen Art und Weise der Darbietung, die die Liebe zu unserer Stadt widerspiegelt. Authentisch, mit Hingabe und vollem Einsatz sind die Laienschauspieler bei der Sache und erreichen dadurch die Herzen der Zuschauer - selbst, wenn von den "Frömmen" kein Wort "Rühler" verstanden wird. An dieser Stelle sei allen Mitgliedern von "Alt Ruhla" für ihr Engagement gedankt. Hier wird Geschichte bewahrt, hier wird aber auch Gegenwart gelebt und in die Zukunft geschaut.

Ich wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute. Möge die Folklorevereinigung "Alt Ruhla" e.V. der Stadt immer erhalten bleiben und durch seine Arbeit Vergangenheit und Gegenwart zu frohem Leben verknüpfen.


Stadtumbaumaßnahmen am Sportheim

Im Jahre 2005 wurde ein städtebauliches Entwicklungskonzept für die Bahnhofsvorstadt Ruhla erarbeitet. Das Konzept beinhaltet die Umstrukturierung des Gebietes, das sich durch eine extreme Gemengelage von Wohn- und Industriegebäuden sowie Brachflächen auszeichnet.
Die Wohnblocks "Am Sportheim" wurden 1930 für die Uhrenwerke gebaut. Nach der Wende wurde die Häuser bis auf den südlichsten neu saniert. Nun ist es vorgesehen, diesen nicht fertig gestellten Block "Am Sportheim 24-26" abzureißen und somit eine weitere alte Brache zu beseitigen.


Trotz des grauen Novemberwetters wünscht Ihnen eine gute Woche

Ihr Bürgermeister Mario Henning