Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Do 07.01.2010

Ruhla im Takt der Zeit

Starker Wintereinbruch erfordert Disziplin und Verständnis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

"Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall". So ähnlich könnte man die derzeitige Wintersituation bezeichnen. Während die Herzen der Wintersportler höher schlagen und möglichst jede Minute auf Skiern bzw. im Freien verbracht wird, sind die Winterdienste rund um die Uhr im Einsatz, um die Befahrbarkeit der Straßen und Ortschaften zu gewährleisten. Auch die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft Ruhla arbeiten pausenlos, um die Schneemassen zu bewältigen.

Einbahnstraßenregelung erforderlich

Einige Straßen können aufgrund der Schneemassen nur noch in einer Richtung befahren werden. Deshalb muss nun - wie schon in den zurückliegenden Jahren - auf die Winterbeschilderung zurückgegriffen werden, um die Aufrechterhaltung des fließenden Fahrzeugverkehrs in diesen Problembereichen sicherzustellen.

So wird es im Bereich des Stadtwaldes, der Knaudtstraße und der Dornsengasse eine Einbahnstraßenregelung geben. Die Zufahrt zu diesen Straßen erfolgt über das Bermbachtal zum Stadtwald, der Knaudtstraße und der Dornsengasse. Der Verkehr fließt dann über die Dornsengasse in Richtung Innenstadt ab.
Achten Sie bitte in den nächsten Tagen auf die geänderte Beschilderung.

Parksituation beachten

Weiterhin möchten wir an Ihr Verständnis appellieren, den städtischen Winterdienst nicht zusätzlich durch parkende Fahrzeuge zu behindern. Oftmals werden zwischen den Schneemassen auch noch Fahrzeuge abgestellt. Dies macht oft ein gefahrloses Vorbeifahren der Winterdienstfahrzeuge fast unmöglich.
Hier ist besonders der Bereich der Wintersteiner Straße und der Krümme zu nennen.
Sofern es Ihnen möglich ist, stellen Sie bitte Ihre Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück ab. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein Räumen der Fahrbahnen zügig vorangeht.

Betreten des Waldes gefährlich

Durch umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste sind die Wanderwege rund um Ruhla nur eingeschränkt begehbar. Aufgrund der Witterung ist deshalb dringend von Skitouren und Wanderungen durch die Wälder am Rennsteig abzuraten. Auch das Forstamt Marksuhl bittet dringendst um Vorsicht, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Bäume umstürzen.

Wir möchten uns für Ihr Verständnis bedanken und stehen Ihnen bei Problemen und Rückfragen gern zur Verfügung.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche. Kommen Sie gut und unfallfrei durch den schneereichen Januar.

Gebührenerhöhung des TAV nicht zu akzeptieren

Seit ein paar Wochen geht die Meldung über die geplante Gebührenerhöhung des Trink- und Abwasserverbandes Eisenach - Erbstromtal durch die Presse und beschäftigt die Menschen unserer Region. Und dies zu recht, denn wer versteht schon die geplante Erhöhung der Gebühren?

Verständlich ist, dass die Höhe dieser seit 2005 stabilen Gebühr neu diskutiert und berechnet werden muss, denn es wurden jährlich Defizite eingefahren. Eine Neukalkulation für 2010 - 2013 war und ist objektiv nötig.
Nun plant der TAV jedoch die Einführung einer verbrauchsunabhängigen Zählergebühr (analog der Elektrogebühren) und erst Mitte Dezember 2009 wurden die Verbandsräte über die Absicht der Gebührenerhöhung informiert.

Für mich ist es durchaus verständlich, dass die Gebühren neu berechnet und angeglichen werden müssen. Ich halte es jedoch für eine Zumutung, dass die Bürger vom TAV erst so spät über diese Absichten informiert werden. Ebenso halte ich die Einführung einer Grundgebühr in der vorgeschlagenen Höhe für nicht akzeptabel.

Richtig ist, dass das Wasser- und Abwassersystem 1990 einen starken Sanierungsstau zu verzeichnen hatte und heute zum Teil auch noch hat. Sicher wünscht sich auch niemand diese Zeiten zurück, als am Samstag der Wasserdruck nicht ausreichte, um die Waschmaschine zu betreiben....
So ist klar, dass auch zukünftig Investitionen getätigt werden müssen - und ganz ohne Kostensteigerungen wird es nicht gehen.

Aber hier sollte man das Augenmaß nicht verlieren, denn alles muss durch die Bürger bezahlbar bleiben!
So sollte der TAV geplante Investitionen kritisch überprüfen, hinterfragen und klare Prioritäten setzen. So muss z.B. nicht jede Wasserleitung erneuert werden, nur weil sie 25 Jahre alt ist! Man sollte den Mut haben, hier auch einmal ein klares NEIN zu sagen und Investitionen, die nicht dringlich sind, zu verschieben.
Weiteres Einsparungspotential ist genügend vorhanden.

Ich bin mir sicher, dass sich dann die Kosten in einem vernünftigen und erträglichen Rahmen halten werden.

Um diese Möglichkeiten auszuloten, ist ein Umdenken in der Werkleitung des TAV gefragt. Offenheit und Realitätssinn sollten die Grundlage für neue Berechnungen sein.

Die Verbandsräte und ich als Bürgermeister unserer Stadt werden die geplanten Gebührenerhöhungen so nicht mittragen. Zu hoffen bleibt, dass im Verbandsrat ein Umdenken zugunsten aller einsetzt.

Mario Henning
Bürgermeister