Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Fr 23.04.2010

Sanierung des Ruhlaer Kulturhauses in Diskussion

Das 60-jährige "Klubhaus", wie es von den Ruhlaern immer noch genannt wird, ist stark sanierungsbedürftig. Dach und Fassade, Fenster und Innenausbau zeugen von der langen Geschichte und Nutzung dieses Gebäudes. Verschlissen ist fast alles.
Nun wird es Zeit, sich über mögliche Sanierungsvarianten zu unterhalten und im Stadtrat die optimale Lösung zu finden.
Im Haushalt dieses Jahres stehen 900.000 € für einen ersten Bauabschnitt zur Verfügung. Allerdings reicht dieses Geld nicht aus, das Haus umfänglich zu sanieren.

Die Detailplanung (Variante 1) sagt aus, dass eine Komplettsanierung ca. 4,2 Mio. € kosten würde. Schließlich müssen bei einem Umbau ja auch alle neuen Richtlinien der Wärmedämmung, des Schallschutzes, der Barrierefreiheit (z.B. Fahrstuhl) usw. Beachtung finden. Bei dieser Variante 1 wurde auch vorgeschlagen, die ehemalige Gaststätte Ars Vivendi teilweise abzureißen und den ursprünglichen Charakter des Hauses mit Säuleneingang wieder herzustellen.

Als Variante 2 steht der komplette Abbruch des Hauses zur Diskussion.

Als Variante 3 wurde neben der Sanierung des Hauses der Abriss des "neuen" Anbaus von 1970 am Seitenflügel (ehemalige Hausmeisterwohnung) vorgeschlagen. Dabei würden die Sanierungskosten sinken, die Gesamtkosten würden dabei ca. 3,4 Mio. € betragen. Trotz Verkleinerung des Anbaus könnten alle eingemieteten Vereine und die weiteren Interessengruppen das Klubhaus - allerdings bei Optimierung des Platzbedarfs - weiterhin nahezu uneingeschränkt nutzen. Der Fahrstuhl würde die Begehbarkeit des Hauses erleichtern. Toilettenanlagen und Künstlergarderobe im ehemaligen Ars Vivendi und ein direkter Bühnenzugang von unten würde große Vorteile für die Nutzung des Hauses bringen.

Bei allen Diskussionen darf man natürlich nicht nur die Umbaukosten betrachten, man muß auch die Folgekosten bedenken. Durch die steigenden Preise der Energie- und Wasserwirtschaft wachsen die Betriebskosten der städtischen Gebäude ebenso wie die privaten immer weiter. Da die Finanzkraft der Kommunen auch zukünftig noch sinken wird, müssen die Finanzierungsmöglichkeiten der öffentlichen Gebäude genau geprüft werden. Kompromisse sind unumgänglich- denn wer alles will, wird alles verlieren.

Liebe Ruhlaer Bürgerinnen und Bürger,
ich bitte Sie, sich an der Diskussion um das Ruhlaer Kulturhaus zu beteiligen. Ihre Meinung ist uns wichtig.
Ebenso werden wir während der Einwohnerversammlung am 26. April 2010 dieses Thema diskutieren. Im Stadtrat am 03.05.2010 soll ein entsprechender Beschluss zur Sanierung des Kulturhauses gefasst werden. Arbeiten wir gemeinsam an der Zukunft UNSERER Stadt.

Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihr Bürgermeister Mario Henning