Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 01.03.2011

Ruhla im Takt der Zeit

B19 - Wuwwerbözerecho

Zu Recht hat unser Berggeist, der alte Wuwwerbözer, Probleme mit der neuen Zeit. Landschaftszerschneidung, Tourismusprojekte und Wirtschaftsentwicklung sind schon neue Begriffe und Tendenzen, die heutzutage wesentlich stärker ins Gewicht fallen, als noch vor 150 Jahren. Weiterhin haben sich die Rechtsverhältnisse im Land in den letzten Jahren so stark geändert, dass ein Berggeist wohl lieber in den Wald geht, als sich mit trockenen Paragraphen herumzuschlagen.

Aber, lieber Berggeist, Du hast schon recht. Die Landschaftszerschneidung in unserer Region durch die geplante Umverlegung der B19 ist absolut nicht zu begrüßen. Ich glaube 100 Mio. Euro kann man besser ausgeben! Das sehe ich privat genauso wie DU. Aber als Bürgermeister bin ich verpflichtet, für unsere Stadt zu sprechen. In die Entscheidungen meiner Nachbarkommunen möchte und will ich mich nicht einmischen. Deshalb fiel die Entscheidung, nur die Varianten 1 -3, die unmittelbar die Gemarkung Ruhla berühren, zu beurteilen. Und der Stadtrat sieht es ja ähnlich. Wir sagen NEIN zu der B19 auch auf unserer Gemarkung und wir setzen darauf, dass viele Stimmen aus Ruhla, Thal und Kittelsthal zählen.

Haushaltsberatung 2011

Wie alljährlich sind die ersten Monate des Jahres mit intensiven Haushalts-diskussionen gefüllt. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es besonders wichtig, zukünftige Projekte ausführlich zu diskutieren und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Die weltweite Wirtschaftskrise scheint ja überwunden zu sein - wenigstens hier gibt es ein Aufatmen. Auch wenn die Kommunen leider noch nicht unmittelbar davon profitieren können.
So müssen wir konstatieren, dass auch das Jahr 2011 wieder ein anspruchvolles Jahr für uns werden wird. Es bedarf nun genauer Überlegungen, wo Geld investiert wird oder welche Projekte und Baumaßnahmen auf die nächsten Jahre verschoben werden sollten. Geld ist endlich. So müssen wir bodenständig und verantwortungsbewusst damit umgehen und klare Prioritäten setzen. Ich bin aber optimistisch, dass wir am 21. März 2011 im Stadtrat einen ausgeglichenen Haushalt verabschieden können, der unsere Stadt voranbringt.

Ruhlaer Stadt- und Gymnasialbibliothek - Ort der Bildung und Erholung

Die Ruhlaer Stadt- und Gymnasialbibliothek war in den letzten zwei Jahren oft in den Schlagzeilen. Im Jahr 2009 wurde sie saniert und strahlt nun mit einem neuen freundlichen Gesicht den Besuchern entgegen. Die räumlichen Veränderungen bieten mehr Komfort für die großen und kleinen Besucher.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2010 war die Aktion "Ich bin eine Leseratte", die über 4 Monate die Kinder zusätzlich zum Lesen animierte und allen Beteiligten einen Riesenspaß machte. Außerdem war zum "Literaturtag" der Oberstufe des Gymnasiums der Eisenacher Buchhändler und Autor Gernod Siering zu Gast.
An insgesamt 22 Veranstaltungen nahmen 458 Kinder und 57 Erwachsene teil.
Besonders erfreulich ist, dass auch Lehrer und Kindergärtnerinnen Materialien für ihre pädagogische Arbeit ausleihen.

Für das Jahr 2010 gibt es eine gute Bilanz. Insgesamt 21.105 Medien wurden von 675 angemeldeten Lesern ausgeliehen. Während die Kleinen Fantasiegeschichten, Kinderkrimis oder Hexe Lilli bevorzugen, sind bei Erwachsenen besonders die Bestseller des Jahres von Autoren wie Ken Follett, Stieg Larsson oder Charlotte Link gefragt.

Trotz knapper Haushaltsmittel konnte im letzten Jahr von der Stadt Ruhla mit Unterstützung durch den Landkreis und das Land wieder eine große Auswahl an Büchern und Medien aktualisiert werden.

So bleibt nur noch der Wunsch, dass möglichst viele große und kleine Leser unsere Bibliothek und ihr umfangreiches Angebot an Büchern und Bildungsmedien nutzen.

Eine gute Woche wünscht Ihnen


Ihr Bürgermeister Mario Henning