Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 24.05.2011

Ruhla im Takt der Zeit

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein außergewöhnlich schönes Frühjahr liegt hinter uns. Selbst in unseren Berglagen haben die Obstbäume reichlich geblüht und haben viele Früchte angesetzt. Die ersten Anzeichen des Vorsommers zeigen sich in der Tier- und Pflanzenwelt. Leider hat es jedoch in den letzten Monaten nicht genug geregnet. Die alte Bauernregel: "Mai kühl und nass, füllt des Bauern Scheun und Fass" regt zum Nachdenken an. Der Boden ist sehr trocken, die Wiesen sind nicht so fett wie in den letzten Jahren. Noch gibt es genug Trinkwasser in den Leitungen, da unser Wald als Wasserspeicher genügend Reserven zurückhält. Hoffen wir, dass es bald regnet und die Natur sich wieder erholen kann.

Trockenheit fordert Beachtung

Die trockene Witterung hat aber nicht nur Konsequenzen für die Natur. Auch wir Menschen müssen uns dementsprechend verhalten und vor allem die Brandgefahr beachten. Das heißt nicht, dass wir offenes Feuer gar nicht anzünden dürfen oder z.B. die bei jedem Fest unverzichtbaren Bratwürste in der ungeliebten Pfanne braten müssen. Aber einige Regeln müssen eingehalten werden, um die Sicherheit aller zu gewähren.

Wir möchten Ihnen aus diesem Grunde noch einmal wesentliche Rahmenbedingungen zur Kenntnis geben, die durch das Ordnungsbehördengesetz und die Ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt Ruhla geregelt sind.

Gemäß §§ 15,18 der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Ruhla vom 20.10.2008 ist die Veranstaltung von offenen Feuern im Freien, hierzu gehören auch Brauchtums- und Traditionsfeuer, auf schriftlichen Antrag bei der Stadtverwaltung Ruhla ausnahmsweise möglich. Die anzeigende Person ist für die gesamte Durchführung des Feuers verantwortlich und haftbar.

Geeignete Materialien zur Durchführung des Feuers stellen unbehandeltes Holz, trockene Äste und sonstige geeignete, naturbelassene Brennstoffe (Holzbriketts usw.) dar. Das Feuer darf nicht der Abfallverbrennung dienen, aus diesem Grunde ist es auch verboten, Möbel, Altreifen, Kunststoffe und sonstige Siedlungsabfälle zu verbrennen.

Ein Verbot des Entzündens besteht bei lang anhaltender extrem trockener Witterung (ab Waldbrandwarnstufe II) und starkem Wind (Funkenflug).

Beim Einrichten der Feuerstelle ist auf folgende Mindestabstände zu achten:
• 50 m zu öffentlichen Straßen,
• 100 m zu Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder Druckgasen sowie zu Betrieben, in denen explosionsgefährliche oder brennbare Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden,
• 20 m zu landwirtschaftlichen Flächen mit leicht entzündlichem Bewuchs,
• 100 m zu Waldflächen, wobei besondere Trockenperioden, in denen in einzelnen Forstamtsbezirken höhere Waldbrandwarnstufen bestehen, entsprechend zu berücksichtigen sind,
• 15 m zu Öffnungen in Gebäudewänden, zu Gebäuden mit weicher Überdachung sowie zu Gebäuden mit brennbaren Außenverkleidungen und
• 5 m zur Grundstücksgrenze.

Es ist wichtig, das Feuer bis zum Erlöschen unter ständiger Kontrolle zu halten. In Rücksicht auf die Nachbarn sollte eine erhebliche Rauchentwicklung vermieden werden.

Bitte richten Sie sich nach diesen Regeln. Würde ein Feuer ausbrechen, wäre es für alle eine Katastrophe. Ebenso unangenehm würden Verstöße auf Ihren eigenen Geldbeutel wirken, denn Zuwiderhandlungen können Geldstrafen bis zu 5.000€ nach sich ziehen, beim Verbrennen von Abfällen, Altreifen und Kunststoffen sogar bis zu 50.000€.

Ich bin mir aber sicher, dass Sie diese Hinweise beachten und Ihnen die Lager-, Brauchtums- oder Traditionsfeuer noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Bereiches Öffentliche Ordnung, im Hauptamt der Stadt Ruhla, gern zur Verfügung.

Dornsenberg unter Vollsperrung

Man kann es sich kaum vorstellen. Die alte Straße Am Dornsenberg nimmt langsam Gestalt an. Und sie wird schöner denn je. Der Unterbau ist bereits fertig, die Borde sind gesetzt und die Gehwege sind schon sehr weit hergestellt. Nun fehlt noch der Asphalt, dann hat die Straße schon fast ihr neues Gesicht. Es ist nun geplant, den Dornsenberg vom 26. Mai bis zum 31. Mai 2011 komplett - also auch für die Anlieger - zu sperren und den Asphalt einzubauen. Das heißt, Tragschicht, Binder und Decke werden aufgebracht. Die Anlieger werden noch einmal detailliert in Form von Handzetteln durch die Firma Bickardt Bau über diese Baumaßnahme informiert.
Sollte Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Bauamt der Stadt Ruhla, Frau Endler (036929 / 82846).


Stadtratsbeschluss über Bau des NETTO-Marktes in Thal - Offenlegung des Bebauungsplanes ab 6.6.2011

Einstimmig hat der Stadtrat am vergangenen Montag, dem 16.5.2011, in der Stadtratssitzung seinen Beschluss vom Februar 2011 bestätigt. Ein NETTO-Markt der maximalen Größe von 799m2 mit einem Non-Food-Bereich von ca. 500 m2 wird von allen akzeptiert und unterstützt. Der Antrag des Investors, einen reinen NETTO-Markt von 1000m2 zu bauen, wurde eindeutig durch Beschluss abgelehnt.

Für Thal wäre der Non-Food-Bereich wichtig, denn die Apotheke, der Geldautomat und die Poststelle fehlen hinten und vorne. Das weiß die Bevölkerung ebenso wie der Stadtrat.

Aufgrund dieser Entscheidung ist es nun noch einmal wichtig, das unterbrochene Auslegeverfahren für die erste Variante (Mischgebiet) zu wiederholen. So erfolgt ab dem 6.6.2011 die Offenlegung des Bebauungsplanes "NETTO-Markt Thal". Die Unterlagen sind in der Stadtverwaltung Ruhla bis zum 8.7.2011 einzusehen. Jedermann kann hier Einsicht nehmen und schriftlich Bedenken und Hinweise zum Verfahren einreichen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nutzen Sie Ihr Recht und beteiligen Sie sich entsprechend unserer demokratischen Grundrechte an dem Verfahren.

Ich möchte hier auch noch einmal die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die sich an der Bürgerbefragung und der Unterschriftensammlung beteiligt haben. Zeigte sich doch ganz eindeutig, dass mit der räumlichen Nähe zum geplanten Markt die Zustimmung zum Bauvorhaben wächst. In Thal beteiligten sich 65 % der stimmberechtigten Einwohner an der Befragung, davon waren wiederum 65 % für einen NETTO-Markt.
Ich persönlich halte diese Art der Bürgerbeteiligung für den richtigen Weg, direkte Demokratie zu leben. So ist es sicherlich angebracht, auch bei weiteren großen Vorhaben dieses Instrument zu nutzen und damit Entscheidungen, die allen am Herzen liegen, bürgernah zu diskutieren.


Eine gute Woche wünscht Ihnen

Bürgermeister Mario Henning