Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Mi 12.09.2012

Ruhla im Takt der Zeit


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Petrus hatte am Wochenende ein Einsehen mit uns - er schickte das schönste Wetter, das man sich für ein Straßenfest im September als Saisonabschluß wünschen kann. Es war warm und die Sonne lachte - wie auch so manches Herz der Gäste und Veranstalter.

Köhlergassenfest am "Tag des offenen Denkmals" mit vielen Besuchern als Saisonabschluß

Der Tag des offenen Denkmals lockt immer viele Besucher an. Auch in Ruhla waren viele Einheimische und Gäste auf den Beinen, um die vielfältigen Angebote zu nutzen.

Schon der Vortrag über die Firmengründer der Uhrenwerke "Thiel"in der Trinitatiskirche am Donnerstag war ein voller Erfolg. Viele Menschen interessierten sich für dieses Thema. Kein Wunder - hat es doch über Jahrzehnte die Entwicklung unserer Ruhl und so manches familiäre Schicksal bewegt und schließlich bis heute den Namen als Uhrenstadt geprägt.

Die Geburtstagsfeier des Trinitatisfördervereins am Samstagabend war eine herzliche Begegnung vieler Akteure und Freunde der Kirche, umrahmt von wunderbarer Musik des Meininger Salonorchesters und literarischen Einlagen der Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasium unter der Leitung von Harry Weghenkel.
Der Sonntag, der mit einer Andacht in der Trinitatiskirche begann, stand dann zunächst auch unter dem Zeichen der Uhr. Die Eröffnung des Uhrenlädchens im alten, doch neu sanierten Fachwerkhaus Marienstraße 1 war mehr als ein symbolischer Akt. Es war die handfeste Verknüpfung zwischen Historie und Moderne, zwischen altem Handwerk und zukünftiger Entwicklung der Stadt, zwischen Gewerbe und Tourismusentwicklung. Und es war noch mehr: die Tradition der Uhrenherstellung und -reparatur wurde mit neuem Leben erfüllt und für zukünftige Generationen erhalten.Die Uhr ist und bleibt für Ruhla eine Marke und ein Symbol. Wie die Rädchen in einem mechanischen Uhrwerk, so arbeitet auch die Stadt zusammen - alle Menschen, alle Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende sind wichtig für das Ganze, für unsere Stadt.
So wünschen wir uns, daß diese innovative Verbindung zwischen Gewerbeverein, Firma Gardè und Stadt Beispiel für weitere gemeinsame Projekte ist, daß das Uhrenlädchen und Herr Schäfer von Einheimischen und Gästen viel besucht wird und daß dadurch die Tradition der Uhrenherstellung wie des innovativen Handwerks in unserer Stadt erhalten bleibt. Mögenin der geplanten Ideenschmiede in den oberen Räumen des Hauses noch viele gute Projekte entstehen.
Der Nachmittag und der Abend des Köhlergassenfestes waren erfüllt von Fröhlichkeit und ungezwungenem Miteinander. Die Veranstaltungen in der Trinitatiskirche, der Köhlergasse und der Concordiakirche berührten die Herzen vieler Menschen und werden allen noch lange in Erinnerung bleiben.
So möchte ich an dieser Stelle allen danken, die sich an der Organisation und Durchführung des Festes beteiligten - vor allem den Mitgliedern des Trinitatisfördervereins mit der Vorsitzenden Elke Schmidt, dem Gewerbeverein mit seinem Vorsitzenden Christian Schomburg, der Firma Gardè mit dem Geschäftsführer Fredy Kehr-Ritz, dem Förderverein Uhrentradition , insbesondere Herrn Kamp, der evangelischen Kirchgemeinde, dem Kindergarten Krümmespatzen, der Breitenbergschule, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium, dem Bauhof der Stadt Ruhla, den Bewohnern der Köhlergasse, unserem Schmied von Ruhla "Kaschtin", unserer Kräuterfrau vom Mühlrain, Ilse Böttinger, der Orgelbaufirma Kutter, den Versorgern Fleischerei Rödiger, Fleischerei Hofmann, der Arche Nova Ruhla e.V., dem Gasthaus "Einkehr zum Landgrafen", Lilo Dankbaar und Monika Debus mit ihrem Stand, der REWE Lange OHG, den Sponsoren und den vielen weiteren Helfern im Hintergrund.
Wollen wir diese gute Tradition bewahren und auch im nächsten Jahr wieder ein gemeinsames Köhlergassenfest am "Tag des offenen Denkmals" feiern.

Zeitweilige Sperrung der Köhlergasse

Liebe Anlieger der Köhlergasse ,
die Trinitatiskirche ist nun nach 15 Jahren fast fertig saniert. Einige Arbeiten im Innenbereich müssen aber noch zwingend ausgeführt werden.
So kann es im Bereich der Köhlergasse durch Anlieferung von Gerüstmaterial von Mittwoch, den 12.09.2012 bis Freitag, den 14.09.2012 zeitweilig zu einer Komplettsperrung der Straße im Bereich der Kirche führen. Wir bitten alle Anlieger um ihr Verständnis und um Kenntnisnahme.

Verschmutzung im Erbstrom

Es war ein wunderbares Fest, ein fröhliches Miteinander, ein glückliches Wochenende. Umso ärgerlicher war es, daß in der letzten Woche starke Verschmutzungen im Erbstrom festgestellt wurden. Man glaubt es kaum - aber die Bilder zeigen es deutlich: ganze Brote und Gartenabfälle schwammen am Wasserrad im Bach. Das ist ein sehr trauriger Anblick und außerdem eine ideale Nahrungsgrundlage für Ratten.
Menschen, die so etwas tun, sind nicht zu verstehen. Hier möchten wir noch einmal an die Vernunft unserer Einwohner appellieren. Es ist unsere Stadt und wir tragen gemeinsam die Verantwortung für das Gemeinwohl. Wer gedankenlos solche Dinge tut, schädigt nicht nur die Verwaltung, sondern er berührt peinlich alle Mitmenschen und Gäste, er zerstört Werte, die von anderen mühsam aufgebaut werden und er beschmutzt auch im übertragenem Sinne die Stadt.
Wir werden hier nicht recherchieren, von wem diese Untat kam, aber wir rufen auf, sich - wie so viele andere Menschen es tun - für eine lebenswerte Stadt einzutreten. Wollen wir in Zukunft als Stadt in dieser Region bestehen, ist hier das pflichtbewußte Handeln aller Bürger gefragt.

Mit diesem leicht bitteren Nachgeschmack und doch besten Erinnerungen an ein wunderschönes Fest wünsche ich Ihnen nun eine gute Woche

Ihr Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler