Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 18.12.2012

Ruhla im Takt der Zeit - Weihnachtliche Grüße


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder einmal neigt sich ein Jahr zu Ende. Wie in jedem Jahr bereiten wir das Weihnachtsfest vor, ergeben uns der Jahresendhektik und freuen uns auf die Zeit in der Familie, mit Freunden und Bekannten. Es ist alles so wie immer - oder doch nicht? Ich denke, nein. Zumindest nicht in unserer Heimatstadt Ruhla.

Wir haben hier zwar die gleichen Probleme, wie in anderen Städten. Der demografische Wandel ist zu spüren, die städtischen Kassen klingeln leiser als in den vergangenen Jahren und die wachsende Bürokratie muss immer wieder überwunden werden. Aber es zeigt sich in der ganzen Stadt Optimismus, Licht am Horizont, tiefe Freude über Erreichtes und die Entschlossenheit, die Zukunft selbst mit anzupacken. Die letzten Veranstaltungen bewiesen dies ohne Worte, denn es kamen weit mehr Gäste als in den vergangenen Jahren. Und dabei zeigte sich eine feste Gemeinschaft der Ruhlaer und ihrer Vereine, die kaum in anderen Orten zu finden ist.

Das Adventskonzert am 2. Dezember, organisiert vom Musikverein Erbstromtal e.V., wurde z.B. vom Kirmesverein unterstützt, der Weihnachtsmarkt am 8. Dezember erhielt großen Zuspruch von den Ruhlaer und Thüringer Quadfahrern, dem Feuerwehrverein und vielen einheimischen Bürgern und Gewerbetreibenden. Beim Adventskonzert am 9. Dezember im Tabakpfeifenmuseum erfreute die Arche Nova Ruhla e.V. wieder die Gäste mit vorweihnachtlicher Atmosphäre. Die "1. Rühler Bergweihnacht" von Ruhlaern für Ruhlaer sprengte am 14. Dezember fast die Concordiakirche. Sogar das zweite Kirchenschiff musste für die Gäste geöffnet werden. Der Förderverein St. Trinitatis organisierte mit Hilfe des Gewerbevereins am 15. Dezember einen wunderbaren vorweihnachtlichen Samstag in der Trinitatiskirche mit Klavierkonzert, und die Thaler und Kittelsthaler reihten sich mit ihren Angeboten in den Reigen der Veranstaltungen ein. Die Kirchgemeinden stehen zusammen und die Schulen unterstützen den Entwicklungsprozess der Stadt.
Der Lux Festspielverein ist sehr aktiv bei der Planung der Lux-Festspielwoche 2013 und der Ruhlaer Stadtrat entschloss sich, das kommende Jahr als "Lux-Jahr 2013" zu deklarieren. Klare Pläne liegen vor. Ein großes Vorhaben hat begonnen. Ruhla tritt aus dem Schatten der melancholischen Nachwendezeit heraus, macht auf sich aufmerksam, wird in der Region präsent, geht einen neuen Weg in die Zukunft - und wird dabei zum Vorbild für andere Kommunen.
Dabei blicken nicht nur die Vereine, sondern auch viele Gewerbetreibenden optimistisch in die Zukunft. Ruhla hat wieder Visionen, Ruhla hat ein gemeinsames Ziel. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich das Gefühl, dass sich neben so manchen Bedenkenträgern hier wieder Bürger mit Optimismus, Kraft und Freude einbringen und mutig neue Wege beschreiten.

Liebe Ruhlaer in allen Ortsteilen,

lassen Sie uns diesen Mut mitnehmen in das neue Jahr 2013, lassen Sie uns an unsere Stadt, an unsere Kraft in der Region glauben. Lassen wir uns nicht irre machen von negativen Meldungen, Geldknappheit und Bürokratie. Wir haben die Möglichkeit, gemeinsam viel zu bewegen und uns hier ein altehrwürdiges Fleckchen Erde zu erhalten, das lebens- und liebenswert ist. Lassen Sie uns die vorhandenen Potentiale und Möglichkeiten nutzen, ohne sie zu zerreden, indem wir sie jeder für sich erkennen, aber gemeinsam gestalten und im Ganzen vermarkten. Ich glaube an unsere Stadt, an unsere Bürgerinnen und Bürger und an unsere gemeinsame Kraft, gute Wege in die Zukunft zu gehen. Viele gute Schritte sind schon getan.

So möchte ich auch nicht vergessen, jetzt am Jahresende den vielen Aktiven in unserem Ort zu danken. Vereine, Kirchen, Schulen, Feuerwehren, Gewerbetreibende und viele engagierte Einzelpersonen bringen sich in unseren Ort ein. Menschen arbeiten ehrenamtlich weit über ihre Grenzen hinaus und bewegen große Prozesse. Andere helfen z.B. den Nachbarn und fallen dabei kaum auf. Jeder ist aber wichtig, jeder hat seinen Platz in dieser facettenreichen Welt einer kleinen Stadt. Danke allen, die an ihrem Platz verantwortungsbewusst arbeiten, die sich hier zuhause fühlen und sich für ihre Heimatstadt einsetzen.

Gratulieren möchte ich an dieser Stelle besonders den Mitgliedern des Fördervereins St. Trinitatis e.V., die sich am Samstag in das Ehrenbuch der Stadt Ruhla eintragen durften und damit eine Anerkennung für ihre seit 15 Jahren geleistete ehrenamtliche Arbeit erhielten.

Gute Wünsche für das kommende Jahr 2013

Sicher kennen viele von Ihnen den bekannten Spruch:

"Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen".

Wir haben begonnen, diese Weisheit in unserer Stadt umzusetzen und nicht den Kopf bei Schwierigkeiten in den oft erwähnten Sand zu stecken. Wir haben viele Gründe, positiv in die Zukunft zu schauen.
So wünsche ich nun der gesamten Stadt weiterhin viele Visionen und Baustellen, den Vereinen viele gute Ideen und erfolgreiche Veranstaltungen zwischen Sport und Folklore, Kultur und Natur, den Gewerbetreibenden ein erfolgreiches neues Jahr, den Familien und allen Einwohnern persönlich viel Gesundheit, Wohlergehen und Optimismus. Unseren kranken Mitmenschen wünsche ich viel Kraft für den Heilungsprozess und den betagten Mitbürgern möchte ich danken für die Spuren, die sie für uns hinterlassen haben.
Lassen Sie uns nun gemeinsam ein wunderbares Weihnachtsfest feiern, in dem die Botschaft des Friedens und des Lichtes nicht vergessen wird.

Besinnliche und friedliche Feiertage sowie einen guten Beginn im neuen Jahr wünscht Ihnen

Ihr Bürgermeister

Hans-Joachim Ziegler