Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 09.07.2013

Sanierung und Modernisierung des Ruhlaer Kulturhauses geht voran


Bauausschuß überzeugt sich vom Fortschritt der Baumaßnahmen

Das Ruhlaer Kulturhaus kann man schon fast als ein Wahrzeichen der Stadt betrachten. 1950 von den späteren Uhrenwerken mit großer Beteiligung der Arbeiter aufgebaut, ist es bis heute ein Ort der Kultur und Begegnung, Heimstätte von vielen Vereinen und für alle Ruhlaer mit vielfältigen Erinnerungen verbunden. Ob Mundarttheater von Alt Ruhla oder Blasmusik, ob Schuleinführung, Abiturarbeiten oder Zeugnisausgabe, Neujahrsempfang oder Treffpunkt aus verschiedensten Anlässen, das Kulturhaus hat Geschichte geschrieben. Es war und ist ein zentraler Punkt im Leben der Stadt - und soll es auch bleiben.

Seit drei ca. Jahren wird nun das alte Gebäude grundlegend saniert. Aufgrund der Einrüstung konnte man von außen aber kaum den Baufortschritt sehen. So fragen viele Menschen, wie es denn eigentlich weitergeht. Und auch in der Stadtratssitzung vom 27.6. 2013 wurde darüber diskutiert. Nun besichtigten am Montag, dem 8.7.2013, die Mitglieder des Bauausschusses das Kulturhaus. Überrascht stellen sie fest, wie weit das Baugeschehen schon gediehen ist, wie schwierig sich aber auch die Arbeiten gestalten.

"Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist"
(indianische Weisheit)

Dieser Spruch gilt auch hier. Für den Laien einfach nicht erkennbar ist z.B. die Abhängigkeit des Baugeschehens von der Witterung. Fast ein halbes Jahr konnte aufgrund des frühen Wintereinbruchs 2012, der ständigen Temperaturen unter 5°C und der permanenten Nässe an der Fassade und der Dämmung nicht weiter gebaut werden. Die Feuchtigkeit hatte sich in die Flächen so weit hineingezogen, dass ein Weiterarbeiten einfach hier nicht möglich war. Da hilft auch keine Unzufriedenheit oder Meckerei - technologisch und bauphysikalische Zwänge und Grenzen können - und dürfen - einfach nicht beschleunigt werden. Hier gilt als erster Grundsatz die Qualität der Baumaßnahme und deren Sicherheit.

Allerdings wurden bis zum Herbst nach erfolgten Abbrucharbeiten und Instandsetzungen alle Fassaden geschlossen und die Verglasungen eingebaut. Dadurch konnte im lang anhaltenden Winter der gesamte Innenausbau im Saal mit Parketterneuerung getätigt und im März 2013 abgeschlossen werden.

Nun wird im dritten Bauabschnitt weiter gearbeitet. Die Natursteinpfeiler werden laut Plan freigelegt und das gesamt Foyer bearbeitet. Da viele Gewerke ineinandergreifen, müssen auch Kompromisse gefunden werden, denn die Sanierung kann nur im Zusammenspiel aller Beteiligten im Sinne des Gesamtprojektes gelöst werden.

Wir müssen betonen, dass bisher alle Fachfirmen, Architekten und die Verwaltung gut zusammengearbeitet haben und eine kontinuierliche Bauüberwachung im Sinne eines schnellstmöglichen technologischen Ablaufes durchgeführt wird. An dieser Stelle soll auch einmal dem Architekten Michael Heß vom Büro "Lehrmann und Partner" für die gute Zusammenarbeit gedankt werden.

In diesem Sinne geht es mit der komplexen Sanierung unseres alten Kulturhauses weiter. Denn es soll ja bald wieder mit Leben erfüllt werden und eigentlich als "Haus der Vereine" allen Bürgrinnen und Bürger zu Verfügung stehen.

Hans-Joachim Ziegler
Bürgermeister