Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Di 10.01.2017

Grüße des Bürgermeisters zum Neuen Jahr


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das neue Jahr 2017 ist nun schon fast zwei Wochen alt…. Die Weihnachtsdeko wird langsam abgebaut, die Weihnachtsbäume verschwinden aus den Stuben und man schaut vorwärts. Die Tage werden länger und somit erwachen auch wieder die Gedanken an das kommende Jahr.

Wie wird es wohl werden? Was haben wir uns vorgenommen? Welche Pläne wollen wir realisieren?
Im privaten wie im öffentlichen Bereich ist man nun dabei, die Ziele zu definieren und Möglichkeiten der Umsetzung zu prüfen. Nicht alle Wünsche kann man realisieren - aber ein paar sicherlich….

Vor dem Hintergrund der Weltsituation werden unsere Freude und unser Engagement getrübt. Terror, Anschläge, Hass …. Sind das nicht Situationen, die gar nicht in unsere Welt passen? Die die Umsetzung von Plänen hemmen und schon gar den Optimismus trüben? Gibt es keinen Respekt mehr vor der Menschlichkeit, vor der Würde jedes Einzelnen? Dominieren in Zukunft die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit?

Schaut man in die eigene Seele, so entdeckt man in sich selbst die tiefe Trauer und das Entsetzen über diese Entwicklung in der Welt. Aber auch im eigenen Land gibt es genug Probleme, die gemeistert werden wollen. Ganz nah bei uns ist die immer geringer werdende Finanzausstattung der Kommunen, die noch völlig unklare Gebietsreform….. Was wird uns das Jahr 2017 bringen?

An dieser Stelle müssen wir uns entscheiden, ob wir Trübsal blasen wollen oder nicht. Ich denke, wir sollten es nicht tun. Wenn alle resignieren, kann sich nichts Positives mehr bewegen.
Ich bin der Meinung, dass jeder an seiner Stelle dazu beitragen kann, dass das Leben wieder menschlicher wird. Das fängt in der eigenen Familie an - mit einem lieben Wort und einer gut gemeinten Geste -, im Freundeskreis mit Verständnis untereinander und im Arbeitsumfeld mit gegenseitiger Achtung.
Weiter geht es in den Verwaltungen und der Regierung, wo mit Respekt und Basisverständnis Entscheidungen getroffen werden müssen. Das Wort Misstrauen sollten wir ganz hinten anstellen. Die Welt braucht wieder Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen.

So wünsche ich mir, dass das Jahr 2017 wieder menschlicher wird, dass wir als Verwaltung mit Optimismus an die schwierigen bevorstehenden Aufgaben herangehen, dass aber auch alle Einwohner offen und ehrlich an der Entwicklung der Stadt mitarbeiten.

Ich freue mich, dass Ruhla immer noch so viele gut funktionierende Vereine hat, dass Ehrenamt hier in unserer Stadt groß geschrieben wird, dass viele Menschen aus sich heraus so viel Gutes tun und für das Allgemeinwohl tätig sind.
Als Stadtverwaltung Ruhla werden wir uns bemühen, den - zugegebenermaßen klammen - Haushalt zu optimieren, Wege für die weitere positive Entwicklung zu finden und die Gebietsreform entsprechend aller Möglichkeiten im Sinne unserer Stadt gut vorzubereiten. Wenn es sein muss, werden wir aber auch deutliche Worte finden.

Danken möchte ich an dieser Stelle den Stadträten, die immer verantwortungsbewusst ihre Aufgaben erfüllen und sich für unsere Stadt und ihre Bürger einsetzen. Danken möchte ich weiterhin allen, die im Sinne der Menschlichkeit arbeiten: den Feuerwehrleuten, den Kameraden der Bergwacht, dem Pflegepersonal, dem Hospizdienst, unserem Netzwerk und vielen anderen.
Danke allen, die weiter an unsere Stadt glauben und Ruhla in Sport und Kultur, in Kirche und öffentlichen Institutionen vertreten.
Danke den Gewerbetreibenden, die in Ruhla ansässig sind, die sich erweitern und unserer Stadt eine stabile Lebensgrundlage geben.

Möge ein positives Jahr 2017 vor uns liegen und mögen wir wie bisher vertrauensvoll, engagiert und freundschaftlich unsere Stad, Ruhla, Thal und Kittelsthal im Einklang mit Seebach und dem gesamten Erbstromtal weiter voran bringen.

In diesem Sinne grüßt Sie

Ihr Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler