Aktuelles - Ruhla im Takt der Zeit

Do 16.03.2017

Witterungsrückblick Februar 2017

Schnee an den Nordhängen bis zum 18.2.2017 - nur an 7 Tagen Niederschlag

Der letzte Wintermonat begann mit dem Abzug des Hochdruckgebietes nach Nordosten und es näherten sich von West-/ Südwest her Tiefdruckausläufer. Die brachten am 1. Februar etwas Schnee, danach mildere Luft, die zunächst zu leichten Tauwetter führte, wodurch die Wälder bis hinauf zum Deckel ihre Schneelast verloren. Nächtliche leichte Abkühlung führte wie in den Tagen vorher - zu Glatteis- und Schneeglättebildung. Vorübergehender Sonnenschein ließ dann die geschlossene Schneedecke in 470m Höhe knapp unter die 10cm Marke absinken. Durch Einfluß östlicher, nordöstlicher und teilweise auch nördlicher Luftströmungen einerseits und das Vordringen feuchter Atlantikluft bis über die Westgrenze Deutschlands hinaus, gab es des Nachts immer wieder Frost (zum Teil mäßige Fröste), wodurch der tags schwach tauende Schnee fast täglich zu Glatteis, auf den Höhen zum Teil zu gefährlichen Glatteis (Schnittpunkt Gottesgabe zur Knaudtstraße) führte. Ausläufer der feuchten Meeresluft brachten kaum Regen bzw. Schnee, sie führten vom 6. bis 9. zu zum Teil starker Eisbildung und an den umgrenzenden Wäldern zu Raureifbildung. Das wiederholte sich auch am 13./14. Allerdings schien an diesem Tag die Sonne (Temp. 6-8 Grad), wodurch an den Südhängen der Schnee fast völlig wegtaute und der Reif an den Bergwäldern verschwand. Der indessen starke verharschte Schnee hielt sich an den Nordhängen als geschlossener Schneedecke bis zum 17. Februar. Temperaturanstieg auf mehr als 10 Grad ließ dann stellenweise den Erdboden sichtbar werden und durch starke Regenfälle den Schnee bis zum 20. völlig verschwinden. Im Zusammenhang mit 2 Sturmtiefs und Tiefdruckausläufern fielen vom 21. bis zum 24. knapp 35mm Regen. Im Zusammenhang mit einem von West nach Nordost vordringenden Tiefdruckgebiet stiegen durch Luft aus südlicher Richtung die Temperaturen auf mehr als 10 Grad, dann war es regnerisch und am letzten Tag des meteorologischen Winters deuteten die nachts stürmischen Winde auf das Nahen des nicht nur meteorologischen Frühlings hin.
Niederschläge fielen nur an 7 Tagen, insgesamt 49,4mm (90% des im Mittel trockensten Monats). Schnee lag am Nordhang des Engestiegs noch bis zum 18. (8-6 cm hoch, aber stark verharscht). Gleichzeitig herrschte in den Hohlen starke Glatteisgefahr.
Insgesamt gab es 19 Frost- und 5 Eistage (Monatsminimum am 11.02. mit -6,6°), 5x Maxime über 10° (Monatsmaximum am 16.2. mit 12., 1°). Mit 2,0 Grad im Mittel gehört der diesjährige Februar zu den wärmeren Wintermonaten. Es gab 62,0 Sonnenstunden (relativ viel) und mit 8km/h war auch die Windstärke verhältnismäßig hoch.

Otfried Blumenstein