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Mo 10.04.2017

2. Museumstreff 2017: Weltreisender und Schriftsteller Alexander Ziegler


Anlässlich des 130. Todestages von Alexander Ziegler am 8. April fanden sich ein Dutzend Heimatfreunde im Orts- und Tabakpfeifenmuseum ein. Beim 2. Museumstreff in diesem Jahr hielt Ingrid Krettek einen kurzen Vortrag zum Leben und Schaffen dieser Rühler Persönlichkeit.

Alexander Ziegler schuf nicht nur als Weltreisender zahlreiche Bände über seine Reisen z.B. nach Amerika, Spanien oder in den Orient. Dafür kam dem weltgewandten und studierten Fabrikantensohn seine mehrsprachige Schulbildung an der Salzmann-Schule in Schnepfenthal zugute. Als Heimatfreund verfasste er u.a. auch Bände über Ruhla, den Rennsteig und seine Thüringer Heimat. Darin zeigte sich auch sein Blick für die Identität.

Der Abend bot zugleich faszinierende Einblicke in das umfangreiche Werk, denn aus der Ortschronik waren originale Bücher von Alexander Ziegler zu sehen - z.T. von seiner Hand mit exakter Schrift geschrieben, einige davon auch gedruckt - ein wahrer Schatz der Stadt Ruhla. Beeindruckt von dieser Fülle schlug Ingrid Krettek vor, sich weiter damit zu beschäftigen. Wer Lust dazu hat, meldet sich bitte bei ihr, denn es gibt noch Briefe und andere Aufzeichnungen, die noch nicht in Buchform erschienen sind und darin sind vielleicht noch weitere Entdeckungen aus seinem Wirken zu finden. Ganz in diesem Sinne gab es schon an diesem Abend einige Überraschungen. Klaus Böttner überreichte ein Gästebuch aus dem Nachlaß der Familie Ziegler an das Museum. Außerdem gab er zahlreiche weitere Hinweise auf Briefe von Alexander Ziegler und kleine Gedichte, die er auf seinen Visitenkarten notierte und bei Gelegenheit als Einladungen weitergab.

Weitere Hinweise zum Wirken von Alexander Ziegler aus der Runde bereicherten das Gespräch. Dabei wurde auch noch mal die Frage aus der Ankündigung des Museumstreffs aufgegriffen: Was hat Karl May mit Alexander Ziegler zu tun? Ingrid Kretteks Nachfrage im Literaturmuseum und der Forschungsstätte im Karl-May Geburtshaus in Hohenstein-Ernsthal hatte keine exakten Nachweise dafür erbracht, dass Karl May auch Reiseberichte von Alexander Ziegler als Quelle genutzt hat. Allerdings wird sich der Leiter des Karl-May-Hauses nun damit beschäftigen. Vielleicht ergeben sich ja daraus noch mal neue Erkenntnisse. Insgesamt war dies mal wieder ein Museumstreff der Begegnungen mit Menschen und Geschichte - ganz im Sinne des Vereinszwecks der Arche Nova Ruhla e.V..