Der innovative Percussion-Virtuose, Ben Aylon, aus Israel verwandelt in seinem Solo-Projekt „One Man Tribe“ die Essenz großer senegalesischer Trommel-Ensembles in eine kraftvolle Performance mit zehn Trommeln, ergänzt durch seine Kompositionen auf dem Xalam, einem traditionellen senegalesischen Saiteninstrument. Seine Mission ist es, Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen durch Rhythmus, Gebet und Zusammenarbeit zu vereinen.
Das Konzert ist ein "Abschiedsgeschenk" für den Ruhlaer Pfarrers Gerhard Reuther, der Ende Juni in den Ruhestand geht. „Mit meinen Ambient-Meldoien will ich den Geist beruhigen und die Mneschen verbinden“, sagt Ben Aylon. „Seit Jahren versuchen wir das Konzert zu verwirklichen, jetzt klappt es endlich. Mich beeindruckt die Arbeit von Pfarrer Reuther mit dem Eine-Welt-Kreis, einer Gemeinschaftsinitiative von Freiwilligen aus protestantischen und katholischen Gemeinden. Sie setzen sich gemeinsam für Gerechtigkeit und Verantwortung ein und konzentrieren sich dabei auf kleine, transparente Projekte mit Bildungsförderung und direkten menschlichen Beziehungen. Obwohl wir uns nie persönlich getroffen haben, unterstützen wir uns gegenseitig bei unserer Arbeit. Für mich gilt dieses Konzert als Erinnerung daran, wie Musik Menschen verbindet und durch Neugier, Vertrauen und Offenheit wichtige Beziehungen entstehen können“, so Aylon.
Ben Aylon wurde in Rock und Jazz ausgebildet und hat sich seit 2008 in Westafrika mit dem senegalesischen Sabar-Trommeln beschäftigt. Mehrere Jahre studierte er bei Aly Ndiaye Rose, dem Sohn von Doudou Ndiaye Rose, Bewahrer des lebendigen Kulturerbes der UNESCO. Dabei entwickelte er seine hybride Trommeltechnik, bei der er zehn afrikanische Trommeln gleichzeitig spielt und so einen gewaltigen Klang erzeugt. Sein Debütalbum „Xalam“ wurde vom Songlines Magazine als „Bestes Album 2021“ ausgezeichnet und für den Preis „Bester Künstler 2022“ nominiert. Er tourt weltweit, hatte Auftritte und Aufnahmen mit weltbekannten Musikern und hat die Anerkennung der internationalen Percussion-Community.
Seine Mission sieht er darin, Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen durch Rhythmus, Gebet und Zusammenarbeit zu vereinen. Im jüngsten Projekt „Nio Far“ (in der Wolof-Sprache „Wir sind zusammen“) bringt er mit dem senegalesischen Sufi-Sänger Baye Dame Frauen und Männer mit muslimischem, christlichem und jüdischem Hintergrund zusammen. „Das Projekt soll das Publikum weltweit dazu inspirieren, die Werte der Harmonie und des interkulturellen Verständnisses zu schätzen und zu leben, indem die Musik als universelle Sprache die religiösen und kulturellen Grenzen überwindet, vor allem angesichts der aktuellen Weltereignisse und Kriege“, heißt es dazu. Zudem soll das Projekt traditionelles und spirituelles Wissen zugänglich machen und die Gleichstellung der Geschlechter fördern.