Aluminiumwarenfabrik Otto Limburg Von der Aluminiumwarenfabrik Limburg zum Kundendienst der Uhrenwerke

Standort: 50°54'54.0"N 10°23'39.0"E

Wieso lag die Gerichtsbarkeit von Ruhla in Thal?

Die Besiedlung Ruhlas, im heutigen Flurbezirk "Alte Ruhl" gelegen, geht auf sogenannte "Waldschmiede" des 12./13. Jahrhunderts zurück. Diese waren zugleich Bergleute, Köhler und Schmelzer. Aus anstehendem Erz wurde bis etwa zu Beginn des 14. Jahrhunderts an Ort und Stelle Eisen erzeugt und daraus Blankwaffen hergestellt.

So wie wir die Stadt heute wahrnehmen und kennen, davon war zu damaliger Zeit noch lange nichts zu sehen. Denn die Siedlungen Ruhla und Thal waren von einem engen Bachtal, dem Erbstromtal, getrennt. Auch Wege wie wir Sie heute kennen, gab es damals kaum oder gar nicht. Die Besiedlung Ruhla erfolgte aus dem Süden von den Wäldern heraus (heute Glasbach/ Schillerbuche). Bevorzugt wurde auf den Berghängen gebaut und entlang des Erbstroms.

Die Besiedlung Thal endete am Kloster Heiligenstein (heute evangelische Kirche neben der Klosterschänke). Durch die schwere Erschließung des Erbstromtals nach Ruhla hin wurde entschieden, dass das Gericht in Thal seinen Sitz hat. Heute befinden sich in dem Gebäude das Rathaus Thal, die Polizei und das Standesamt.

Historischer Abriss

Ruhla

1925
Gründung der Firma als Zweimannbetrieb.

1928
Aus einer ehemaligen Kegelbahnanlage entsteht ein neuer Betrieb.

1935
Im Laufe der folgenden Jahre werden Umbauten und Erweiterungen vorgenommen.

1939
Produziert werden Gebrauchs- und Kochgeschirr aus Aluminium.

1951
Der Firmeninhaber Otto Limburg verlässt die DDR, da ihm ein Verfahren wegen Wirtschaftsvergehen angehängt wird. Der Betrieb wird bis zur Verkündung des Urteils als Treuhandbetrieb weitergeführt. Nach der Urteilsverkündung wird der gesamte Betrieb enteignet.

1952
Firmenname während der Treuhandzeit: „Metallpresswerk Thal“.

1952
Kurze Zeit später wird die Firma ein Zweigbetrieb von „VEB Spezima Eisenach“ (Metallverarbeitende Produktion).

1961
Die Uhrenmanufaktur Ruhla - kurz „UMF Ruhla“ übernimmt die Gebäude. Es erfolgt die Unterbringung einer Teileproduktion von Gehäuseringen und Federn für die Uhrenproduktion sowie der Kundendienst UMF.

1990
Kurzzeitig ist im Gebäude die neu gegründete Fa. „Ruhlatec“ untergebracht.

1991
Verkauf des Gebäudes an Fa. „IBC Dreieich“. Da Bedingungen des Kaufvertrages nicht erfüllt wurden, fällt die Immobilie an die Treuhand (BVS) zurück.


Quelle: Adelheid Schulze, Heimatstube Thal