Metallwarenfabrik "Schenk & Kürschner" Von der Metallwarenfabrik "Schenk & Kürschner" zum VEB "Acosta" und der "REV Ritter GmbH"

Standort: 50°55'03.1"N 10°23'36.4"E

Erfahren Sie mehr über die Exportschlager der DDR

Neben Reglerbügeleisen, Plastewäscheklammern, Motortoastern, Warmhalteplatten, Ruhlaer Uhren und Erzeugnissen des VEB Fahrzeugelektrik Ruhla war vor allem der Partygrill ein Erfolgsprodukt der DDR. Der Partygrill von Acosta war bestens geeignet um Toastbrot mit Salami und Käse zu grillen oder Bratwürste sowie zum Aufwärmen von Brötchen.
Doch man musste auf der Hut sein, dann verbrannte auch nix !

DDR Partygrill

Historischer Abriss

Ruhla

1887
Gründung der Metallwarenfabrik „Schenk & Kürschner“ durch Adolf Kürschner und Reinhold Schenk.

1900
Adolf Langhammer tritt als Mitarbeiter in die Firma „Schenk & Kürschner“ ein.

1910
Das Fabrikgebäude der Firma „Schenk & Kürschner“ wird bei einem Brand vernichtet. Im Betriebsgebäude der Ofenfabrik Weißenburg wird die Produktion behelfsmäßig fortgesetzt.

1915
Fertigstellung des neuen Gebäudes.

1922
Die Produktion von Büronadeln und Musterklammern wird als selbständiger Betrieb nach Hildburghausen verlegt. In Thal beginnt die Produktion von Kinderuhren, Pfeifen, Zigarettenetuis und Tabakdosen in größerem Umfang.

1931
Adolf Langhammer ist alleiniger Inhaber der Firma „Schenk & Kürschner“.

1933
Adolf Kürschner scheidet endgültig aus der von ihm gegründeten Firma aus.

1937
Errichtung eines neuen Gebäudes auf dem Gelände der Firma.

1939
Beginn der Zünderproduktion.

1945/46 Winter
Die Firma „Schenk & Kürschner“ wird demontiert.

Ruhla

1946
Langsamer Neubeginn der Produktion. Es folgen Zuliefererarbeiten für verschiedene Firmen der Metallbranche, wie z.B. Topfhenkel, Gehäuse-Farbgebung für die Weckerproduktion in Ruhla.

1955
Die Fa. Hans Brey KG siedelt sich in Teilen des Betriebsgeländes an. Es beginnt die Produktion von Kochplatten, Tauchsiedern und Bügeleisen. Später kommt die Produktion von Reglerbügeleisen, Motortoastern, Warmhalteplatten u.a. hinzu.

1970
Die Firma „Schenk & Kürschner“ fusioniert mit der Firma „Hans Brey KG“.

1972
Im April wird der halbstaatliche Betrieb „Hans Brey KG“ enteignet und der „VEB Acosta Elektromechanik“ entsteht.

1979
Am 01.01. erfolgt der Anschluss des „VEB Blechverarbeitung Eisenach“ an den „VEB Acosta Thal“.

1980
Der „VEB Elektrische Haushaltsgeräte Arenshausen“ und der „VEB Plasteverarbeitung Gräfenroda“ werden dem „VEB Acosta Thal“ angegliedert.

1990
Am 01.07. erfolgt die Gründung der „Acosta Elektromechanik GmbH“.

1992
Am 01.10. geht die Firma „Acosta Elektromechanik GmbH i. L.“ in Eigentum der Firma „REV Ritter GmbH“, Mömbris über.


Quelle: Adelheid Schulze, Heimatstube Thal