Sehenswertes in Ruhla, Thal, Kittelsthal & Seebach

Orts- und Tabakpfeifenmuseum

Obere Lindenstraße 29/31 99842 Ruhla
Saison 2019: 02.04. - 30.11.2019
Di.-So. 14.00 - 17.00 Uhr
Mo Ruhetag

Etwa in der Mitte der idyllisch gelegenen Bergstadt Ruhla befindet sich das Tabakpfeifenmuseum, eines der schönsten und ältesten Fachwerkhäuser Ruhlas. Im Jahre 1614 wurde das Haus erbaut. Mündlichen Überlieferungen zufolge gehörte es wahrscheinlich als Herrenhaus zu der einst dahinter gelegenen Hammerschmiede. Die Erbauung des Gebäudes lag also mitten in der Blütezeit des Ruhlaer Messerschmiedehandwerkes und soll später auch das Haus eines Messerwaren-Handelsmannes gewesen sein.

Schon das Äußere des Museums  - typisch thüringisch-fränkischer Fachwerkbau mit hessischem Einfluss, die Fassade zwischen dem ersten und zweiten Stockwerk mit einem prächtigen Rautenband geschmückt - ist etwas Sehenswertes.
Im Inneren beeindruckt der Hausflur mit sichtbarer Fachwerkkonstruktion, der bis ins zweite Stockwerk hinaufreicht. Das Ruhlaer Heimatmuseum ist ein denkmalgeschütztes Objekt und in die regionale Denkmalliste eingetragen.

Im Jahre 1906 wurde in 3 Räumen des Obergeschosses der Oberen Lindenstr. 29-31 das Heimatmuseum gegründet. Es stand bis 1946 unter der Schirmherrschaft eines Museumsvereines und 1948 übernahm es die Stadt Ruhla. Es wurde schrittweise erweitert und rekonstruiert.

Das Orts- und Tabakpfeifenmuseum zeigt in seinen nunmehr 15 Ausstellungsräumen die handwerkliche und industrielle Entwicklung vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit sowie die Kultur und Lebensweise der arbeitenden Menschen aus dem kleinstädtischen Lebensbereich.

Schwerpunkte bilden hierbei das Waffenschmiedehandwerk mit den einzelnen dazugehörigen Handwerkszweigen wie Köhlerei und Zainerhandwerk, das Messerschmiedehandwerk mit einer komplett eingerichteten Messerschmiede und den dazugehörigen Werkzeugen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Weiter kann man im Museum die Werkstatt eines Porzellanmalers sowie bemaltes Zier- und Gebrauchsporzellan bewundern. Besonders interessant ist das Tabakpfeifengewerbe, welches für Ruhla eine besondere Bedeutung hat.

Ruhla war für zwei Jahrhunderte das Mekka der Pfeifenraucher in aller Welt. Pfeifen aus Ruhla wurden in Grönland und dem Kaukasus ebenso geschmaucht wie in Afrika, Asien und Amerika. Das Orts- und Tabakpfeifenmuseum beherbergt eine mehrere hundert Stück zählende Pfeifensammlung aus Holz-, Ton-, Porzellan- und Meerschaumpfeifen.

Es informiert auch über die einzelnen Arbeitsschritte, wie aus einem leicht zu schneidenden Mineral Meerschaum, aus Birken-, Eben- oder Rosenholzklötzchen funktionstüchtige Pfeifen werden.

Zu den wertvollsten Exponaten gehören geschnitzte Meerschaumpfeifen wie das "Cocilium auf dem Olymp" von 1720 sowie wundervoll bemalte Porzellanpfeifen. Alles begann 1739, als Pfeifenschnitzer aus der Rhön ihre einfachen Holzpfeifen zum Deckel beschlagen nach Ruhla brachten. Mehr als 100 Jahre später gaben 115 Fabriken, Geschäfte und Werkstätten vielen Menschen Arbeit und Brot. Der Siegeszug der Zigarette bedeutete 1940 das Ende der fabrikmäßigen Produktion.

Der letzte Ruhlaer Meerschaumkopfschneider Franz Thiel verstarb 1981. Mit ihm starb das Tabakpfeifengewerbe in Ruhla aus.

Die Kleinmetallwarenindustrie wurde anschließend für die Ruhlaer der Haupterwerbszweig.
Den Schwerpunkt bildete dabei die Uhrenindustrie, die von den Anfängen bis in die achtziger Jahre unseres Jahrhunderts im Museum dargestellt ist.

In einigen Räumen kann man Wissenswertes über Stadtgeschichte und bedeutende Persönlichkeiten, die in Ruhla lebten und wirkten erfahren und sich mit den  Wohnbedingungen der Menschen des Ortes vom 18. bis 20. Jahrhundert vertraut machen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Ruhlaer Orts- und Tabakpfeifenmuseum. In der Winterpause, vom 01.12. - 28.02., sind generell nach vorheriger Absprache Führungen möglich! Anmeldung über Naturpark-und Touristinformation 89013.

 

Ruhlaer Uhrenmuseum

Bahnhofstraße 27 99842 Ruhla
Mo.-Fr. 10.00 - 16.00 Uhr
Sa. 10.00 - 14.00 Uhr

Ausgangspunkt der Uhrenindustrie in Ruhla ist die Gründung einer Metallwarenfabrik im Jahre 1862 durch die Gebrüder Christian und Georg Thiel. Der Grundstein für die Schaffung eines der bedeutendsten Zentren der deutschen Uhrenindustrie war die Entwicklung und Produktion der „Fearless“-Taschenuhr.

Die Uhrenindustrie Ruhlas hat über Jahrzehnte für viele tausend Menschen Arbeit gegeben und für ihren Lebensunterhalt gesorgt. Durch fleißige Arbeit und mit vielen neuen Ideen wurden eine Vielzahl von Uhrenerzeugnissen entwickelt und gefertigt.
In guten Jahren wurden täglich bis zu 50.000 Stück produziert und zum Versand gebracht.

Die Ausstellung zeigt über 1300 Stück Uhren, 35 Maschinen und Automaten, sowie 50 Schautafeln. Sie geben einen unvergesslichen Einblick in die langjährige Uhrengeschichte der Stadt Ruhla.

Besucher im Miniaturenpark "mini-a-thür"
© "mini-a-thür"

Modellpark "mini-a-thür"

Herr Brohm Geschwister-Scholl-Straße 32 99842 Ruhla
Saison 2019: 30.03. - 31.10.2019
täglich 10.00 - 18.00 Uhr

Am Rande des Stadtgebietes, im Lappengrund, entstand  ein Freizeitpark der besonderen Art, das "mini-a-thür". Tausende Besucher konnte man bereits im Eröffnungsjahr 1999  begrüßen.

Hier können Sie mit Sieben-Meilen-Stiefeln durch Jahrhunderte wandern, von einem kulturhistorischen Bauwerk Thüringens zum nächsten schlendern und das inmitten einer herrlichen Landschaft. Der Lappengrund in Ruhla bietet Ihnen dieses Erlebnis. Hier ist es ein Katzensprung von Goethes Gartenhaus in Weimar bis zur Wartburg im Miniaturformat.

Im Miniaturpark sind bereits über 100 der bedeutendsten kulturhistorischen Bauten des Freistaates Thüringen im detailgetreuen Maßstab von 1:25 auf einer Fläche von 18900 qm zu sehen. Es lohnt sich, diesen Einklang von Historie und Natur zu bewundern. Grüne Wiesen, Teiche, Bäche, Wasserfälle, ein Kinderspielplatz, ein kleines Freigehege, eine Kindereisenbahn und eine Modellbootanlage tragen dazu bei, dass diese Attraktion der Bergstadt Ruhla zu einem Erlebnis wird.

Ab Frühjahr 2009 lädt eine Sommerrodelbahn unmittelbar am Park zu einem besonderen Rodelspaß ein Genießen Sie mit ihren Kindern das einmalige Vergnügen einer rasanten Talfahrt.

Öffnungszeiten von Ostern/April bis 31. Oktober.

Luftaufnahme der Naturpark- und Touristinformation Ruhla
© A. Nestler

Naturpark-, Geopark- und Touristinformation

Naturpark-, Geopark und Touristinformation Neuer Markt 1 99842 Ruhla
Mo 10.00 - 16.00 Uhr
Di-Do 09.00 - 16.00 Uhr
Fr 10.00 - 16.00 Uhr

Die Naturparkausstellung befindet sich gemeinsam mit der Tourist Information in der Mitte von Ruhla in einem schön sanierten Fachwerkgebäude. Im Erdgeschoss befindet sich die Tourist Information. In der ersten Etage des Gebäudes erfahren Sie Wissenswertes über den Naturpark Thüringer Wald, zur geschichtlichen Entwicklung Ruhlas, zur Besiedlung, zum Handwerk und zur Geologie. Entlang einer Schautafelreihe, der „Klassischen geologischen Meile“ können Sie eine Zeitreise durch mehrere Millionen Jahre Erdgeschichte machen. Weitere Informationen für Groß und Klein bietet unsere Erlebnishöhle und eine rekonstruierte Messerschmiede.

Kittelsthaler Tropfsteinhöhle

Herr Peter Jäger Bergstraße 99842 Ruhla OT Kittelsthal
Saison 2019: 02.04. - 31.10.2019
Di. - Fr. 09.00 - 17.00 Uhr
Sa., So. u. Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr
letzter Einlass: 30 min. vor Schließzeit

Nähert man sich auf der B 88 von Eisenach kommend dem Ort Thal, so sind zahlreiche Hinweise zur Tropfsteinhöhle nicht zu übersehen. Die Schauhöhle wurde 1888 durch Bergbau entdeckt und 1896 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1968 wurde sie wegen notwendiger Bergsicherungsmaßnahmen geschlossen und 1992 nach erfolgter Rekonstruktion wieder für Besucher geöffnet. In der Höhle sind Stalagmiten und  Stalaktiten zu bewundern, so z. B. die sogenannte "Pyramide" (Höhe 3,5m) in der "Großen Grotte". Weitere Sehenswürdigkeiten sind im Bereich der Höhle massige,  grobkristalline Sinterflächen und zahlreiche kleine, in Wandnischen versteckte Excentriques (Sinterbildungen).

Nach Besichtigung der Höhle haben Sie die Möglichkeit im angrenzenden Gasthaus "Zur Tropfsteinhöhle" gute Thüringer Küche zu genießen und einen interessanten Besuchstag entspannt abzuschließen.

 

 

Daten:

- bis 48 Meter tief
- einzige ausgebaute Tropfsteinhöhle Thüringens
- mehrere tausend Jahre alte Tropfsteingebilde
- Überwindung von 228 Stufen bei einer 30 min Führung
- Lufttemperatur in der Höhle: etwa 11°C
- festes Schuhwerk, Jacke notwendig
- Mindestalter für Besucher: 3 Jahre
- Führungen für Besuchergruppen ab 2 Personen bis 20 Personen

 

Tropfsteinhöhle Kittelsthal
© A. Nestler

Heimatstube Thal

Heimatverein Thal e.V. 99842 Ruhla OT Thal
Öffnungszeiten: (Mai bis September)
So. 14.00 - 17.00 Uhr

Die Heimatstube befindet sich im ehemaligen Forsthaus, im Zentrum des Ortes. In 5 Räumen gibt sie Auskunft über die Geschichte des Ortes, Geologie, Fauna, Flora, die Scharfenburg, Kloster Weißenborn, stattgefundene Hexenprozesse u.v.m.

Früher war das Haus der Wohnsitz der Fam. von Ütterodt, später herzogliche Oberförsterei (Forsthaus) dann Grundschule (1951-1990). Heute dient das sanierte Haus als Vereinshaus und Museum.

Bauhausensemble

Altensteiner Straße 99842 Ruhla

Zwischen 1926 und 1928 entstand in Ruhla nach den Plänen des Bauhausarchitekten Thilo Schoder (1888-1979) ein einzigartiges Bauhausensemble mit Sozialwohnungen, Stadtcafé, Konsum und Spielplatz. Beispielgebend war, dass jede Wohnung in der Regel über zwei Zimmer, Küche, Toilette verfügte und im Dachgeschoss sich für jeden Treppenaufgang ein Gemeinschaftsbad befand, über dessen Benutzung ein Badeplan der Mieter entschied. Heute steht dieses einzigartige Bauwerk unter Denkmalschutz. Von 1998 bis 2002 wurde die Anlage umfangreich saniert und der ursprüngliche Zustand des Äußeren wieder hergestellt. In die nun modernisierten Wohnungen wurden Sanitäranlagen installiert.

Falkner Elias mit Geier auf dem Arm während der Flugvorführung der Greifenwarte
© "Falknerei am Rennsteig"

Greifenwarte "Falknerei am Rennsteig"

Familie Schubach 99880 Waltershausen OT Winterstein
März - November
Di.-So. 10.30 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr
Flugshow täglich 15.00 Uhr
Dezember - Februar
Di.-So. 13.30 - 16.00 Uhr
Flugshow 15.00 Uhr (Sa. und So., ab min. 10 Personen)

Bekannt aus der MDR DOKU Soap:
Die Falknerei am Rennsteig

Erlebe die Könige der Lüfte hautnah und lasse Adler, Uhu und Co. auf deinem Arm landen! Die Falknerei am Rennsteig macht es Dir möglich...

...in unserer Flugshow erlebst Du Adler, Eulen, Falken, Bussarde und Geier bei ihren majestätischen Freiflügen zum Greifen nah. Bei uns hast Du die einzigartige Gelegenheit einen Greifvogel auf deinem Arm landen zu lassen. Unser Wüstenbussard "Anton" u.v.m. fliegen zu Dir! Bei uns schaust du nicht nur zu sondern wirst selbst ein bisschen zum Falkner!

Du erfährst wissenswertes über die faszinierende Welt der Greifvögel und Eulen, sowie über die älteste Art zu Jagen und eine 4000 Jahre alte Tradition, die Falknerei. Erlebe majestätische Freiflüge in naturbelassener Kulisse und bestaune die Größe der Geier, die Intelligenz des Schopfkarakaras, die Fischkunst des Weißkopfseeadlers und veiels mehr. Ein einzigartiges Erlebnis für die ganze Familie.

Wir befinden uns unweit vom Rennsteig, unmittelbar hinter dem Waldgasthaus Ruhlaer Skihütte, auf der Landstraße zwischen Ruhla in Richtung Winterstein. Im Greifvogelpark unter den Wipfeln hoher Fichten kannst Du entspannt die Seele baumeln lassen und nebenbei die faszinierende Natur der Greifvögel und Eulen kennenlernen.

Come back to nature and enjoy!
Komm zurück zur Natur und genieße!

Du suchst eine außergewöhnliches Geschenk? Nutze auch unser vielfältiges Gutscheinangebot und verschenke zum Beispiel einen Tag als Falkner (Erlebnistag), begleite uns bei einer Beizjagd (Jagd mit Steinadler), erwerbe einen Gutschein für eine Flugshow und verschenke damit ein Treffen mit "Bubu" dem original Uhu aus dem Kinderkanal (KIKA Baumhaus).

 

zur FLUGSHOW
Dauer ca. eine Stunde
Bitte beachte das Wetter! Keine Flugshow bei starken Regen, starken Wind oder hoher Schneelage möglich!
Die Falknerei liegt bei 640m ü.NN, zieh dich warm an.

Burgruine Scharfenburg

Am Scharfenberg 99842 Ruhla OT Thal

Weithin sichtbar befindet sich auf einem, den Ort überragenden Zechsteinkegel, die Burgruine Scharfenberg. Burg Scharfenberg wurde 1137 erstmals urkundlich erwähnt und war über viele Jahrhunderte Tausch- und Streitobjekt verschiedener Adelsgeschlechter. Der Bergfried der Burganlage ist als Aussichtsturm mit Informationstafeln im Eingangsbereich zu besichtigen. Weiterhin sehenswert sind Teile der einstigen Burgmauer, Teile der Toranlage und die Burggräben. Vom Aussichtsturm bietet sich dem Besucher ein einzigartiger Ausblick auf Teile des Thüringer Waldes z.B. Inselsberg, umliegende Ortschaften, die Wartburg und die Hörselberge. Die Burganlage ist über die Scharfenbergpromenade und bequeme Wanderwege zu erreichen.

Dichterhain

Am Bermberg 99842 Ruhla

Der Dichterhain (1863 angelegt) ist eine Gedenkstätte für Ruhlaer Bürger, die sich auf kulturellem Gebiet einen Namen machten:

Dr. Alexander Ziegler (1822-1887): Hofrat, Weltreisender, Reiseschriftsteller
Ludwig Storch (1803-1881): Ruhlaer Heimatdichter u. Schriftsteller
Arno Schlothauer (1872-1942): Ruhlaer Heimatdichter
Otto Böttinger (1867-1942): Ruhlaer Heimatdichter
Hartmann Schenk (1634-1681): Schriftsteller u. Pfarrer
Johann Andreas Stumpff (1768-1846): Königl. Britischer Harfenmacher
Georg Heinrich Lux (1779-1861): Organist u. Komponist
Friedrich Lux (1820-1895): Musiker, Komponist

Köhlergasse

Köhlergasse 99842 Ruhla

Die Köhlergasse ist die älteste und eine der bedeutendsten Straßen Ruhlas. Anfangs wurde sie von Köhlern und Bergleuten siedelt. Sie ist Geburts- und Wirkungsstätte bedeutender Ruhlaer Persönlichkeiten. Heute ist sie im Rahmen der Stadtsanierung ein rekonstruierter Straßenzug.

Sehenswertes in der näheren Umgebung

Außenansicht der Seebacher Heimatstuben
© Gemeinde Seebach

Heimatstuben Seebach

Hauptstraße 43 99846 Seebach
Di. 14.00 - 17.00 Uhr

In dem über 200 Jahre alten und neu rekonstruierten Fachwerkhaus in der Hauptstraße 43 befinden sich die Heimatstuben auf 3 Etagen. Im Eingangsbereich wird die Historie des Dorfes Seebach auf einigen Bildtafeln dargestellt, angefangen von den ersten urkundlichen Erwähnungen bis zur großen Veränderung Anfang der 70er Jahre mit dem Bau der Maschinenfabrik und den Neubaublocks. Die Landwirtschaft war der Haupternährungszweig in dem Nebental des Erbstromtales unter der Herrschaft
der Burggrafen zu Kirchberg bis ins Jahr 1799. Erst dann wurde der Ort selbständig.

Auf dem kargen Boden war neben einzelnen handwerklichen Werkstätten die Landwirtschaft. der Haupternährer. Besonders das Drechslerhandwerk wurde in fast allen Höfen gepflegt. Erst mit der Industrialisierung in Ruhla veränderte sich das Leben. Ab 1900 kam die Uhrenindustrie mit dem ersten Fabrikgebäude nach Seebach. In der oberen Etage sind die 5 Räume so eingerichtet, wie das Leben nach 1900 noch in Erinnerung geblieben ist. Die Einrichtung einer Küche mit Ofen und Gerätschaften, eine Kammer, eine gute Stube und ein weiterer Raum sollen diesen Eindruck vermitteln.

Hörselbergmuseum

Frau Anna Binde Hörseltalstraße 39 99848 Wutha-Farnroda OT Schönau
Mai bis Oktober
Do. und So. 14.00 - 18.00 Uhr

Der Besucher erfährt Wissenswertes über die Hörselberge, deren Geologie und Entstehung mit einzigartigen Fossilienfunden, über die artenreiche Fauna und ganz spezielle Orchideen-Flora bis zu den Sagen mit ihrer geheimnisvollen Mystik. Besonders verbunden mit den Hörselbergen ist das Schaffen des Tannhäuser-Komponisten Richard Wagner und des Märchensammlers Ludwig Bechstein. Dies wird im Museum entsprechend gewürdigt.

In Anlehnung an das schöne, alte Backhaus, welches zu dörflichen Anlässen noch immer genutzt wird, befindet sich im Scheunengebäude eine Ausstellung zum regionalen Backhandwerk. Die lange Backtradition in Thüringen und im Besonderen des Hörseltales wird hier an Hand von alten Backmaschinen und mannigfaltigen Geräten, sowie dem historisch nachempfundenen "Bäckerladen" gezeigt.

Schwerpunkte:

  • Geologie/Mineralogie der Hörselberge
  • Flora der Hörselberge
  • Fauna der Hörselberge
  • Höhlen- und Sagenwelt der Hörselberge
  • Regionales Backhandwerk

 

Die "Galerie" unter dem Scheunendach wird für Wechselausstellungen genutzt (Mai bis Oktober).

Funpark Inselsberg

Kleiner Inselsberg 3 98596 Brotterode-Trusetal

Zwischen Tabarz und Brotterode, im Thüringer Wald, liegt der Inselsberg Funpark. Auf der 1000m langen Sommerrodelbahn sausen Sie auf Ihrem Schlitten durch 12 Steilkurven und 4 Bögen mit bis zu 40 km/h ins Tal- Unten angekommen bleiben Sie auf Ihren Schlitten sitzen, denn der automatische Lifter bringt Sie entspannt zurück zur Bergstation.

Weitere Attraktionen sind der Wie-Flyer. Nehmen Sie in den Flugzeuggondeln Platz und werden Sie selbst zum Piloten oder toben Sie sich auf dem Abenteuerspielplatz aus. Für Kletterbegeisterte ab 8 Jahren gibt es den Hochseilgarten "Rennsteig-Fox" mit 4 Seilrutschen.

Schloss und Park Altenstein
© Pixabay

Schloss und Park Altenstein

Schloss Altenstein 36448 Bad Liebenstein

Schloss Altenstein wurde in den Jahren 1888 bis 1890 von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen erbaut. Das Schloss wurde nach englischen Vorbildern errichtet und ist deshalb in Thüringen einmalig. 1982 wurde das Schloss durch einen Brand fast vollständig zerstört, aber in den folgenden Jahren äußerlich wieder instandgesetzt. Das Schloss befindet sich in einem einzigartig gestalteten Landschaftspark.

Drachenschlucht

Mariental 99817 Eisenach
  • 03691 79230

Eine großartige Szenerie bietet die Natur im Thüringer Wald bei Eisenach. Der Marienbach, der durch die Drachenschlucht fließt, schuf ein ca. 1 km langes Kerbtal. Höhepunkt des Naturschauspiels ist eine 182 m lange Klamm, die z.T. nur 70 cm breit ist. Auf einem Bohlenweg über einen gurgelnden Bach und zwischen 10 m hohen Felswänden kann man die Schlucht durchwandern. Der Weg führt bis hinauf zur Hohen Sonne am Rennsteig.

Wartburg
© Pixabay

Wartburg

Auf der Wartburg 99817 Eisenach

Die in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts entstandene Burg hoch über der Stadt Eisenach gehörte im Hochmittelalter zu den bedeutendsten Fürstenhöfen Europas. Der landgräfliche Hauptsitz der Thüringer Landgrafen galt als Zentrum hochmittelalterlichen Dichtens und Minnesangs, wurde zum Wohn- und Wirkungsort der heiligen Elisabeth, bot dem von Papst und Kaiser verfolgten Reformator Martin Luther Exil und sah mit dem Wartburgfest der deutschen Burschenschaften den Morgen einer freiheitlich-demokratischen Nation heraufdämmern.
(Wartburgstiftung)

Burschenschaftsdenkmal in Eisenach
© Pixabay

Burschenschaftsdenkmal

99817 Eisenach

Das Burschenschaftsdenkmal im Süden Eisenachs auf der Göpelskuppe erinnert an die Burschenschaften, die seit 1815 in Deutschland entstanden. Das 33 m hohe Denkmal wurde nach den Plänen des Dresdener Architekten Wilhelm Kreis gebaut und am 22. Mai 1902 eingeweiht.

Lutherhaus Eisenach
© Anna-Lena Thamm

Lutherhaus Eisenach

Lutherplatz 8 99817 Eisenach

Das Lutherhaus ist eines der ältesten Fachwerkhäuser Eisenachs, ehemals der Familie Cotta gehörig. Von 1498 bis 1501 verbrachte hier Martin Luther seine Eisenacher Schulzeit. In den Ausstellungsräumen wird Werdegang und Werk des großen deutschen Reformators verständlich gemacht. Schwerpunkte bilden die Lutherische Bibelübersetzung in eine einheitliche deutsche Schriftsprache und deren Einfluss auf Bildung und Erziehung des deutschen Volkes. Im Obergeschoß ist die Ausstellung des Ev. Pfarrhausarchives zu sehen.

Bachhaus Eisenach
© Bildarchiv TTG

Bachhaus

Frauenplan 21 99817 Eisenach

Seit 1907 ist in einem 600 Jahre alten Bürgerhaus am Eisenacher Frauenplan das weltweit erste Museum, welches Johann Sebastian Bach - dem großen Sohn Eisenachs gewidmet wurde, untergebracht.

Burgruine Brandenburg

Gerstunger Straße 4 99819 Lauchröden

Die Brandenburg ist die größte Doppelburganlage Mitteldeutschlands. Die vom Geschlecht der Burggrafen von Wartberg erbaute Burg nahm den Geleitschutz auf der hohen Straße von der hessischen Grenze bis Eisenach wahr. Während der Teilung Deutschlands im Grenzgebiet kaum beachtet, ist sie heute Schauplatz eines der größten Mittelalterfestspiele Mitteldeutschlands.

Die Burgruine ist ganzjährig geöffnet.

Marienglashöhle

an B 88 zwischen Tabarz und Friedrichroda 99894 Friedrichroda

Auf der Suche nach abbauwürdigen Erzen stieß man Ende des 18.Jhdts auf eine Gipslagerstätte. Von 1778 bis 1903 wurde Gipsstein abgebaut. Nach Einstellung der Abbautätigkeit konnte ab 1903 die Höhle schon besichtigt werden. 1967/68 erfolgte eine umfassende Restaurierung. Die Marienglashöhle mit seinen einzigartigen Gipskristallen, die auch als Marienglas bezeichnet werden, ist ein einmaliges Schau- und Lehrobjekt.

Burg Creuzburg
© Bildarchiv TTG

Burg Creuzburg

Auf der Creuzburg 99831 Creuzburg

Die Creuzburg, deren Bauzeit zwischen 1165-1170 lag, hatte ihre absolute Blütezeit im 12. und 13.Jahrhundert und wird, da sie eine der Residenzen der Landgrafen war, zu den Landgrafenburgen der Ludowinger gezählt. Hier gebar die Landgräfin von Thüringen -die "Heilige Elisabeth" - 1222 ihren Sohn Hermann und 1227 ihre Tochter Gertrud.

Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
© Jens Fischer

Baumkronenpfad

im Nationalpark Hainich Thiemsburg 1 99947 Schönstedt

Über eine Länge von ca. 300 m allmählich bis zu den Baumwipfeln ansteigend, führt der Pfad von der Mitte eines 44 m hohen Aussichtsturms in weitem Bogen bis zum Aufgang einer Aussichtsplattform.

Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
© Jens Fischer
Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
© Jens Fischer
Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
© Jens Fischer
Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
© Jens Fischer

Bergwerk Merkers

Zufahrtstr. 1 36460 Merkers

Dauer der Führungen: 2,5 – 3 Stunden
Wir empfehlen Ihnen, einen Termin für Ihre Grubenfahrt telefonisch im Voraus zu reservieren. An der Tageskasse stehen nur begrenzt Karten zur Verfügung.
Unter Tage herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen von 21 – 28°C.
Bergkittel und Helm werden zur Verfügung gestellt.
Wir empfehlen, festes Schuhwerk zu tragen.
Kinder unter 10 Jahren dürfen leider nicht an der Grubenfahrt teilnehmen.
Personen, die unter Alkoholeinfluss stehen, können aus Sicherheitsgründen von der Einfahrt ausgeschlossen werden.

Monte Kali

Werra-Kalibergbau-Museum Dickesstraße 1 36266 Heringen

Der „Monte Kali“ ist einer der ungewöhnlichsten Berge in Deutschland. Er verdankt seine Entstehung dem Kalibergbau, der die Region im Werratal um Heringen (Werra) seit über 100 Jahren prägt. Auf den Berg werden die Bestandteile des unter Tage geförderten Rohsalzes gebracht, die mit abgebaut werden müssen, um über Tage die begehrten Kalidüngemittel herstellen zu können. So sind seit 1976 über 200 Millionen Tonnen Salz aufgeschüttet worden. Solange der Betrieb im Kaliwerk Wintershall läuft, wächst der „Monte Kali“ stündlich um 800 Tonnen bzw. Tag für Tag um etwa 20.000 Tonnen an. Eine Besteigung des Heringer „Monte Kali“ ist eine „ungewöhnliche Bergtour mit Weitblick“, die gerade in den Sommermonaten ein besonderes Erlebnis darstellt. Wunderbare, weite Ausblicke in das Land hinein belohnen die Besucher für die Mühe des etwa 15 Minuten dauernden Aufstieges vom Haldenfuß um 100 Höhenmeter auf das Plateau.

Bei guter Sicht reicht der Panoramablick weit über das Werratal und Waldhessen hinaus bis tief hinein in die Rhön, den Thüringer Wald, den Knüll und das Nordhessische Bergland mit dem Hohen Meißner.

Besichtigungen sind für Gruppen und Einzelbesucher vom 01. März bis 31. Oktober nur nach Voranmeldung im Werra-Kalibergbau-Museum.

Die notwendigen Eintrittskarten sind nur über das Werra-Kalibergbau-Museum erhältlich. Gruppen haben die Möglichkeit den Monte Kali ab 10 Personen mittwochs, freitags, samstags und sonntags oder nach besonderer Terminvereinbarung zu besteigen.
Für Einzelbesucher findet die „Monte Kali Tour“ jeweils Mittwoch und Sonntag um 15.00 Uhr statt. Zusätzliche Führungen für Einzelbesucher gibt es auch an Feiertagen und vom 1. Mai bis zum 31. August an Samstagen jeweils um 15.00 Uhr.